Tag Archives: Zwangsdiät

Kampf gegen Übergewicht Dicke Deutsche auf Zwangsdiät? Politiker fordern Strafsteuer auf fettes Essen

9 Nov

Freitag, 08.11.2013, 06:22

Burger, CDU, Deutschland, Fast Food, Edgar Franke, Kalorien, Mexiko, Erwin Rüddel, Softdrinks, SPD, Steuern, Übergewicht

Fastfood macht nicht nur dick, sondern fördert auch Asthma und andere Allergien.

Ein Burger hier, eine Schokolade da, danach eine Limonade – ungesunde Ernährung kann zu Übergewicht und damit zu tödlichen Krankheiten führen. Nun fordern Politiker von SPD und CDU eine Strafsteuer auf Chips, Fastfood und bestimmte Süßigkeiten.
Wenn es nach den Vorstellungen von Gesundheitspolitikern von SPD und CDU geht, sollen Übergewichtige in Deutschland auf eine Art Zwangsdiät gesetzt werden.Wie die „Bild“-Zeitung online berichtet, soll demnach auf besonders kalorienreiche Produkte eine Strafsteuer erhoben werden.SPD-Gesundheitsexperte Edgar Franke sprach sich für einen Aufschlag in Höhe des halben Mehrwertsteuersatzes für Nahrungsmittel mit mehr als umgerechnet 275 Kalorien je 100 Gramm aus, schreibt das Portal. Grundsätzliche Unterstützung erhielt der SPD-Politiker von CDU-Gesundheitsexperte Erwin Rüddel.

„Gesundheitssteuer auf fetthaltige Nahrungsmittel“

„Übergewicht und Fettleibigkeit sind Hauptrisikofaktoren für Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs“, sagte Franke, der Mitglied des Bundestags-Gesundheitsausschusses ist, zu „bild.de“. „Eine Gesundheitssteuer auf besonders fetthaltige und zuckerreiche Nahrungsmittel wie Chips, Fastfood und extrem kalorienreiche Süßigkeiten würde das Ernährungsbewusstsein vieler Menschen mit Übergewicht schärfen und könnte so eine gesundheitspolitisch wünschenswerte Veränderung der Essgewohnheiten bewirken.“

Franke verwies auf das Beispiel von Mexiko, wo eine Steuer in Höhe von acht Prozent auf kalorienreiches Essen eingeführt wird.
„Dicken-Steuer“ für ein gesundes VolkDer SPD-Politiker betonte allerdings, ihm gehe es nicht in erster Linie um Mehreinnahmen für den Staat, sondern er sorge sich um die Volksgesundheit. Laut „bild.de“ schätzen Experten die jährlichen Kosten infolge der durch Übergewicht verursachten Krankheiten auf rund 17 Milliarden Euro.

Franke will deshalb die Mehreinnahmen aus der „Dicken-Steuer“ vor allem für zusätzliche Präventionsmaßnahmen verwendet wissen.

„Risikoaufschlag auf kalorienreiche Nahrungsmittel“

Darin wird der SPD-Gesundheitspolitiker von seinem CDU-Kollegen Erwin Rüddel grundsätzlich unterstützt. Rüddel, der ebenfalls dem Bundestags-Gesundheitsausschuss angehört, sagte dem Portal: „Ein Risikoaufschlag auf extrem kalorienreiche Nahrungsmittel könnte helfen, das Ernährungsbewusstsein zu schärfen.“

Laut Ernährungsbericht der Bundesregierung leiden in Deutschland 67,1 Prozent der Männer und 52,9 Prozent der Frauen an Übergewicht. Fettleibigkeit („Adipositas“) kann u.a. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gelenkschäden sowie Darm-, Prostata- und Brustkrebs verursachen. Aber auch schon 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen bringen zu viele Pfunde auf die Waage.

FOCUS-Online-User zur Fettsteuer „Bitte auch eine Abgabe für Dummheit bei Politikern“

9 Nov

Freitag, 08.11.2013, 18:15

CDU/CSU, Fettleibigkeit, Fettsteuer, Politik, SPD, Übergewicht

Auch Politiker, die etwas zu viel auf den Rippen haben, sollen laut FOCUS-Online-User zur Kasse gebeten werden

Werden Fastfood und Süßes bald teurer? Die neue Regierung will mit einer Steuer auf kalorienreiche Nahrung der Fettleibigkeit entgegenwirken. Viele FOCUS-Online-User vermuten jedoch, dass Union und SPD den Bürgern nur an die Geldbeutel wollen. Sie haben daher alternative Vorschläge.
Die große Koalition will Übergewichtige auf Zwangsdiät setzen. Die Idee von Union und SPD: Kalorienreiche Produkte sollen mit einer Strafsteuer bedacht werden. Damit würden Chips, Fastfood und Süßigkeiten künftig deutlich mehr kosten. Bei den FOCUS-Online-Usern kommt der Plan der Politiker überhaupt nicht gut an. Ihre Befürchtung: Die Regierung will auf diesem Weg nur weitere Einnahmen generieren.Das mahnt Norbert Ostan: „Unsere Regierung hat weniger Interesse an gesunden Menschen als an neuen Steuereinnahmen. Die Strafsteuer würde nämlich automatisch auch Öl, Butter,Hackfleisch etc. betreffen. Und eins ist gewiss: Selbst wenn alle Deutschen Modelmaße infolge dieser Steuer bekämen, wird es die Steuer in 100 Jahren immer noch geben.“Willy Schmuttermaierfühlt sich von den Politikern betrogen: „Keine Steuererhöhung vor der Wahl hieß es, jetzt muss man halt andere Pfründe erschließen. Was kommt als nächstes? Die zu großen werden gestaucht und die zu kleinen gestreckt?“

Fettsteuer auch auf Pellkartoffeln?

Michael Bundkeschwant ebenfalls Böses. „Auch wenn man aus ihnen ‚nur‘ kalorienarme Pellkartoffeln machen möchte, so muss man doch die neue ‚Fettsteuer‘ bezahlen, da ja die Möglichkeit besteht und somit nicht auszuschließen ist, dass der Käufer aus den Kartoffeln Pommes macht, also die Möglichkeit zur Herstellung von Pommes gegeben ist. Der Einfachheit halber werden dann alle Lebensmittel dreimal so hoch besteuert. Zur Sicherheit, denn man will doch nur das Beste für die europäischen Bürger, ganz alternativlos“, rechnet er mit einer flächendeckenden Anhebung der Lebensmittelpreise.

Das würde Wolfgang Frohszufolge jedoch nicht den erwünschten positiven Effekt haben: „Durch die höheren Steuern auf diese Produkte werden sich die Essgewohnheiten der Deutschen nicht ändern. Da nutzt auch die Aufklärung nichts. Beste Beispiele sind der Konsum von Tabak und Alkohol.“ So denkt auchVerena Rosenberg, die mit Schrecken über die Landesgrenze schaut: „In Dänemark ist genau das gleiche politische Experiment gerade erst grandios gescheitert. Warum glauben eigentlich unsere Schlafmützen-Politiker immer, das Rad neu erfinden zu müssen? Wenn es den Politikern ernst mit der Volksgesundheit wäre, dann müssten zu allererst einmal Alkohol und Nikotin rigoros verboten werden.“

„Auch Politiker sind oft übergewichtig“

Horst Pfannenschmidfühlt sich von CDU/CSU und SPD verschaukelt und fordert deshalb: „Dann sollte gleichzeitig auch eine Politikerdummenabgabe eingeführt werden. Für was glauben eigentlich unsere Politiker, wurden sie gewählt? Bilden die sich ein, nur um unsere Steuergelder zu verprassen, sich um Dinge zu kümmern, die den Staat überhaupt nichts angehen und um lauter dummes Zeug zu reden?“Claus Grunowerhofft sich bei den Staatsvertretern in Sachen Fettsteuer Eigenverantwortung: „Die Politiker sollen schon man bei sich selbst anfangen. Auch die Beamten sind zu oft übergewichtig.“

Die Wahrheit über Fett
___________________________________________________________________________
FOCUS-Online-User zur Fettsteuer   „Übergewichtige kosten uns viel Geld“
Andere Leser wie Wolfram Steinfortana sehen das Problem, favorisieren aber einen alternativen Weg, um der zunehmenden Fettleibigkeit entgegenzuwirken: „Was für eine unverschämte Forderung! Bevor hier irgendjemand bestraft wird, sollten Lebensmittel auf ihren Zucker-, Fett- und Salzgehalt zweifelsfrei gekennzeichnet sein. Und zwar eindeutig – rot – Finger weg! Bislang sind die Angaben uneindeutig, nicht sofort sichtbar, werden mit unterschiedlichen Gramm Angaben geschönt.“AuchJochen Allmannist dem Gedanken hinter dem Politiker-Plan nicht abgeneigt: „An sich ist die Idee nicht verkehrt, denn leider sind ungesunde Lebensmittel häufig deutlich billiger als gesunde. Aber einfach die Preise erhöhen hilft denen, die wenig Geld haben, nicht. Man muss im Gegenzug gesunde Lebensmittel subventionieren oder Kitas, Kigas und Schulen besser versorgen.“

Risikoaufschlag auf Krankenversicherung statt Steuer

Uwe Baumhütersetzt auf eine deutliche Differenzierung zwischen Fettleibigen und Schleckermäulern, bei denen das Essen nicht so schnell ansetzt: „Steuer auf Dicke halte ich für überzogen. Ich könnte mich jedoch damit anfreunden, wenn ab einem bestimmten, fressbedingtem BMI ein Risikoaufschlag auf die Krankenversicherung erhoben bzw. bei Sozialhilfeempfängern deren Hilfe gekürzt würde.“

Es gibt aber auch schon einige Anhänger der Zwangsdiät. „Uns kosten die übergewichtigen Menschen sehr viel Geld was die Krankenkassen betrifft und daher begrüße ich diesen Vorschlag. Dann aber für alle übergewichtigen und nicht die Politiker ausschließen“, findetPatric Albrecht. AuchMatthias Treptowfreut sich über die Nachricht: „Ich fände es gut, wenn auf die ungesunden Lebensmittel eine saftige Steuer gesetzt wird und das nicht nur auf fett- oder zuckerhaltige Produkte, sondern (vor allem) auch auf Produkte (in Verbindung) mit Geschmacks-, Konservierungs-, Farb- und Geruchsstoffen usw.. Denn wir werden von der Lebensmittelindustrie mit falschen Tatsachen in die Irre gelockt, so dass der Verbraucher nicht mehr weiß, was in einem Lebensmittel noch gesund oder ungesund ist.“

%d Bloggern gefällt das: