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Deutsche Bank empfiehlt Wetten gegen den Euro

27 Sep

Die Deutsche Bank empfiehlt den deutschen Anlegern, gegen den Euro zu wetten. Sie hält „besonders den Dollar für reizvoll“. Hintergrund ist das massive Gelddrucken der EZB. Möglicherweise weiß die Deutsche Bank mehr über den wahren Zustand der Euro-Zone. Oder sie ist wieder einmal ganz besonders smart.

Alarmierende Zahlen: Das Kerngeschäft der Banken – Kredite – ist in Europa kollabiert. Keiner weiß, wie das enden soll. (Foto: dpa)

Alarmierende Zahlen: Das Kerngeschäft der Banken – Kredite – ist in Europa kollabiert. Keiner weiß, wie das enden soll. (Foto: dpa)

Die Deutsche Bank rät den deutschen Anlegern, jetzt ins Währungs-Monopoly einzusteigen. In einem Kommentar für das Handelsblatt schreibt der „Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden“ der Deutschen Bank, Ulrich Stephan: „Auch für Privatanleger mit entsprechender Risikobereitschaft kann die Investition in Währungen interessant sein. Aktuell halte ich besonders den US-Dollar für reizvoll. Strukturelle und konjunkturelle Stärken der USA sollten ihm langfristig Auftrieb geben – auch gegenüber dem Euro.“

Stephan bezieht sich dann auf die „positive USA-Prognose“ und auf die sich abzeichnende „Unabhängigkeit“ der USA im Energiemarkt.

Die Deutsche Bank erwartet, dass die US-Notenbank „zum Ende des Jahres“ „aus der ultra-lockeren Geldpolitik“ aussteigen werde. Die EZB dagegen weiter niedrig halten: „Das Festhalten der EZB am Niedrigzinsniveau könnte mittelfristig die Kapitalflüsse Richtung USA noch verstärken“. Die DB erwartet einen Kurs von 1,15 Dollar oder „sogar die Wechselkursparität“.

Die Anlageempfehlung des Vordenkers der Deutschen Bank erschien im redaktionellen Teil des Handelsblatt, mit dem Hinweis am Ende: „Die Anlageempfehlung ist eine Einschätzung des Autors“.

Wenn sich die DWN-Autoren an dieser Stelle ihre Einschätzung erlauben: Entweder ist die Deutsche Bank überzeugt, dass die Lage in Europa weit schlimmer ist als offiziell bekannt. Dann sollte sie die Fakten publik machen. Zwar hat der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Alexander Dibelius, vor einigen Jahren gesagt, dass eine Bank keine öffentlichen Aufgaben wahrzunehmen habe. Doch hier würde uns schon interessieren: Was weiß Herr Stephan, was wir nicht wissen? Die Empfehlung der Deutschen Bank, die Deutschen mögen gegen die eigene Währung spekulieren, ist schon sehr ungewöhnlich.

Die andere Deutung: Die Deutsche Bank spekuliert heimlich gegen den Dollar. Denn der Deutschbanker sagt an keiner Stelle, dass die Bank in Dollars investiere. Es ist immer nur eine Empfehlung.

Durch derartige Geschäfte ist Goldman Sachs in den USA reich geworden: Bei der Subprime-Krise verkauften die Goldmänner den ahnungslosen Kunden Produkte, gegen die die Investment-Bank selbst wettete.

Daher unsere Anlegerempfehlung: Glauben Sie bloß kein Wort, wenn Banken Geldanlagen empfehlen. Oder aber machen Sie das Gegenteil von der Empfehlung. Setzen Sie Ihren Hausverstand ein. Oder empfehlen Sie Ihrem Nachbarn den Kauf Ihres Hauses und wetten gegen ihn.

Übertragen von Quelle : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/26/deutsche-bank-empfiehlt-wetten-gegen-den-euro/

 

Banken-Rettung: EZB fordert Not-Kredite vom deutschen Steuerzahler

24 Sep

  |  Veröffentlicht: 23.09.13, 14:31 

Die Europäische Zentralbank setzt der neuen Bundesregierung ein Ultimatum: Sie werde die Banken-Aufsicht für die europäischen Banken erst beginnen, wenn die Steuerzahler Not-Kredite für Pleite-Kandidaten garantieren. Offenbar gibt es unerfreuliche Erkenntnisse aus dem neuen Stress-Test.

Der Glanz des Wahl-Siegs ist verblasst, bald ist es wieder so weit: EZB-Chef Mario Draghi muss Angela Merkel vorrechnen, wie viel Geld die maroden europäischen Banken brauchen. (Foto: dpa)

Der Glanz des Wahl-Siegs ist verblasst, bald ist es wieder so weit: EZB-Chef Mario Draghi muss Angela Merkel vorrechnen, wie viel Geld die maroden europäischen Banken brauchen. (Foto: dpa)

Einen Tag nach der Bundestagswahl meldet sich die Europäische Zentralbank(EZB) mit einer neuen Hiobsbotschaft – und stellt die noch nicht einmal gebildete Bundesregierung vor die Wahl: Entweder garantieren die europäischen Regierungen Not-Kredite für marode europäische Banken – oder die Heerscharen von neuen Mitarbeitern, die die EZB gerade unter Vertrag nimmt, legen die Hände in den Schoss und verweigern die Kontrolle des europäischen Banken-Systems.

Die EZB sucht für die Kontrolle der über 130 Großbanken in Europa rund tausend neue Mitarbeiter – möglicher Weise werden es sogar 2.000 Leute (hier). Spätestens im Oktober 2014 soll die neue Banken-Aufsichtsbehörde der EZB voll funktionsfähig sein.

Doch nun gibt es – unerwartet – Schwierigekeiten.

Und neue Forderungen, die den deutschen Steuerzahler interessieren dürften.

Denn bereits jetzt sich scheint sich die EZB darüber im Klaren zu sein, dass die bevorstehende Bilanzprüfung, also der neue Bankenstresstest für die Großbanken in Europa, ohne vorherige finanzielle Absicherung von maroden Banken nicht gewährleistet ist.

Daher macht der Luxemburger Yves Mersch, Mitglied im Direktorium der EZB, im Hinblick auf den neuen Bankenstresstest gewaltigen Druck. „Ohne die Finanzierung vorab geklärt zu haben, könnte uns die Prüfung zurück in eine Krise stürzen. Das können wir nicht verantworten“, betonte Mersch. „Wir werden nicht anfangen,bevor die Regierungen sich nicht über Backstopps, also die Notfallfinanzierungvon Kapital-Lücken geeinigt haben, die wir möglicherweise in den Bankbilanzen entdecken“, sagte er dem Handelsblatt.

Eine Notfallfinanzierung von Kapitallücken für Banken kann nichts anderes bedeuten, als die Regierungen in der Eurozone, allen voran Deutschland, bereits vor Beginn des Banken-Stresstests darauf zu verpflichten, im Vorfeld etwaige Rekapitalisierungen für marode Banken über den ESM freizugeben. Ohne Transparenz und ohne Bekanntgabe der Höhe der Bankenfinanzierungen – sozusagen als Blankoscheck.

Damit setzt die EZB auch eine noch nicht funktionsfähige neue Koalition in Deutschland unter Zugzwang.

Das lässt vermuten, dass sich bei den Stresstests, die von der EBA (European Banking Authority) in London durchgeführt wird, erhebliche Finanzierungslückenergeben, die die EZB offenbar mit einer Freigabe von ESM-Mitteln abfedern möchte.

Der neue Bankenstresstest wurde im Mai dieses Jahres auf den September verschoben – wohlweislich, um die Bundestagswahl abzuwarten.

Bei den bereits stattgefundenen Stresstests für die Banken in den Jahren 2010 und 2011 war enorme Kritik entstanden, da das Ziel, die Märkte über die Situation der europäischen Banken zu beruhigen, nicht erreicht wurde.

Was auch nicht weiter verwunderlich ist. In den Krisenländern der Eurozone sind Banken mit faulen Krediten in Milliardenhöhe belastet. Selbst wenn Teile dieser ausstehenden Kredite in Bad-Banks bilanziert sind. Eine zuverlässige Größe, wie hoch das tatsächliche Volumen der faulen Kredite der Euro-Banken ist, gibt es aus diesem Grund nicht. Mindestens sollen es aber 720 Milliarden Euro sein.

Auch bei deutschen Banken sieht die Lage nicht unbedingt rosiger aus. Der Blick in die Bücher der Commerzbank, der Portigon und auch der NordLB bestätigen dies. Und die Deutsche Bank hat enorme Anteile risikoreicher Derivate in ihren Bilanzen (mehr hier.)

Deshalb braucht es nach Ansicht der EZB nun die „Notfallfinanzierung von Kapitallücken“ und die Zusicherung der Regierungen, dass entsprechende Finanzmittel für marode Banken zur Verfügung gestellt werden.

Schnell, unbürokratisch – und intransparent.

Die neue Schulden-Union ist nun, nachdem die Bundestagswahl gelaufen ist, auf einem „guten Weg“.

Das bedeutet: Die deutschen Steuerzahler müssen für die Leichen im Keller Sicherheiten hinterlegen – und zwar vorher, bevor die Leichen gefunden wurden.

Aus Sicht der EZB ist das absolut verständlich.

Schließlich ist sich jeder in diesem Spiel der nächste.

Wenn man mal vom deutschen Steuerzahler absieht.

Übertragen von Quelle : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/23/banken-rettung-ezb-fordert-not-kredite-vom-deutschen-steuerzahler/

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Ich habe genau aus diesem Grund meine Stimme nicht für Merkel gegeben.Frage ist nur,wann endlich die CDU-Wähler aus der Bevölkerung mal die Äuglein öffnen.

In diesem Sinne ….

 

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