Investmentlegende warnt: Der große Börsencrash kommt

12 Jun

Endzeit-Prognose von Dr. Doom            

  Mittwoch, 11.06.2014, 06:21 · von FOCUS-MONEY – Redakteur 

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Boomt die Börse weiter? „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Crash wie 1987 erleben“, warnt Star-Investor Marc Faber. Der Mann hatte schon oft Recht. FOCUS Online erklärt, wie wahrscheinlich der Crash ist.

Lasst die Bären raus!“ Das rief der berühmte Börsenexperte Tak Hallus im US-Börsenkanal CNBC in die Kameras, wenn die Kurse an der Wall Street absackten. Einer der Parade-Bären: Marc Faber. Der gebürtige Schweizer, der heute in Thailand seinen Hauptwohnsitz hat, sagte schon vier Crashs richtig voraus.

Gerade jetzt – der Deutsche Aktienindex Dax schreibt beinahe täglich neue Rekorde und knackte sogar die 10.000-Punkte-Marke – warnt er wieder. FOCUS-MONEY prüft die Argumente der Börsenlegende.

Faber sagte vor einigen Wochen:„Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in den nächsten zwölf Monaten einen Crash wie 1987 erleben. Und ich befürchte, es wird sogar noch schlimmer.“

Damit macht der promovierte Wirtschaftswissenschaftler seinem Namen als Dr. Doom alle Ehre – wieder einmal. Sein Börsenbrief heißt :„The Boom, Gloom and Doom Report“. Zu Deutsch: Aufschwung, Finsternis und Untergang. Nicht umsonst. „Dieses Jahr, da bin ich mir sicher, wird der S&P-500 – Index 20 Prozent fallen – eventuell von einem höheren Niveau aus“, sagt Faber im Interview mit CNBC – und hält inne: „Ich denke doch eher, dass es 30 Prozent werden.“

Ständiger Mahner

Ja, werden viele einwenden, das sagte Faber doch häufiger. Aber da unterschätzen einige den Mann, den es schon 1973 nach Asien zog – zu einer Zeit, zu der dort noch niemand anlegte.

Schon Anfang 2007 warnte er bei der Kapitalanlegertagung der Business-School ZFU in Zürich, die jedes Jahr im Januar renommierte Experten aus aller Welt zusammenbringt, vor den Risiken der Überschussliquidität, den Folgen des Gelddruckens durch die amerikanische Notenbank.

Er warnte schon damals – mehr als ein Jahr bevor die Finanzkrise richtig hochkochte – vor den verbrieften Krediten, die die Investmentbanken damals verpackten, neu verpackten und noch einmal umverpackten. Und so letztlich die schwerste Finanz- und Wirtschaftseinbruch seit der Weltwirtschaftskrise auslösten. Im Januar 2008 legte Faber nach und warnte vor dem Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt.

Faber kann auch anders

Fast auf den Tag genau, am 6. März 2009, prognostizierte er einen großen Aufschwung für den US-Aktienmarkt. Just an diesem Datum begann die große Aktien-Hausse, die bis heute dauert und dem Dax eine Verdoppelung bescherte. „Ein Zufallstreffer“, gab sich Faber wenige Monate später im FOCUS-MONEY-Interview bescheiden. Da muss aber mehr dahinterstecken. Denn der 68-jährige Profi trifft ziemlich oft.

Zwei Jahre später, im März 2011, prophezeite Dr. Doom in einem weiteren FOCUS-MONEY-Interview, dass „die Schwellenländer in den nächsten Monaten ziemlich stark einbrechen könnten: von der Spitze zur Talsohle ohne Weiteres um 20 bis 30 Prozent. Dann kommt es zu einer Outperformance der USA gegenüber den Schwellenländern.“ Und er behielt Recht, wie wir heute wissen.Seine Begründung damals – und sie klingt heute immer noch aktuell: „Wenn der S&P-500 – Index von derzeit 1300 auf 1000 Punkte fallen würde, druckt (der damalige US-Notenbank-Chef Ben) Bernanke Geld wie verrückt.“

Faber:„Wir stecken in einer riesigen Blase, die alles erfasst hat: von Aktien und Anleihen bis hin zu Bitcoins und Ackerland.“

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/finanzen/boerse/endzeit-prognose-von-dr-doom-investmentlegende-warnt-bald-kommt-der-grosse-boersencrash_id_3909609.html

 

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