Hoffnung für Wachkomakind Dylan – Aus Kampfhund Tascha könnte Behindertenhund werden

30 Nov

Freitag, 29.11.2013, 19:11

Der seit der Geburt im Wachkoma liegende Dylan mit seinem Hund Tascha

dpa : er seit der Geburt im Wachkoma liegende Dylan mit seinem Hund Tascha

Eine Familie in Brandenburg kämpft um ihren Staffordshire-Bullterrier: Für ihren im Wachkoma liegenden Sohn Dylan wirkt Kampfhund Tascha wie eine Therapie. Das Ordnungsamt hält ihn aber für gefährlich und ordnete die Trennung an. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Der Kampfhund Tascha könnte bei dem schwerkranken zehnjährigen Dylan aus Schönwalde/Glien (Havelland) bleiben. Für den behördlich als gefährlich geltenden American Staffordshire sei beim Gemeindeamt ein Ausnahmeantrag eingegangen, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) am Freitag. Jetzt werde genau geprüft, ob Tascha als Therapiebegleithund gelten könne. Er wies zuvor auf die Ausnahme für Blindenführ- und Behindertenbegleithunde hin und versprach, zeitnah zu entscheiden. Die Erna-Graf-Stiftung für Tierschutz aus Berlin will das erreichen.

Die Geschichte von dem Jungen,Jungen, der von dem Tier getrennt werden soll,bewegt viele Menschen. Dylan liegt seit seiner Geburt im Wachkoma, er wird künstlich beatmet. Kind und Hund verbindet dennoch eine innige Freundschaft – laut Angehörigen hat der Hund eine beruhigende Wirkung auf den Jungen. Wachkoma-Patienten haben zwar die Augen geöffnet, nach Angaben von Ärzten aber ein eingeschränktes Bewusstsein. „Wenn Tascha beim ihm liegt, wird der Junge viel ruhiger, Puls und Atmung entspannen sich“, sagt Vater Eckhard Gerzmehle. Videos zeigen, wie der sechs Jahre alte American Staffordshire Tascha dem Jungen zärtlich die Hand leckt oder seinen braunen Fellkopf auf den Arm legt.

Eine Freundschaft mit vielen Unterstützern

Der Vierbeiner kam als Welpe in die Familie, die damals in Berlin lebte. Am Anfang hatte niemand gewusst, zu welcher Rasse er gehört. Als das dann klar war, gingen sie zur Hundeschule. Doch mit dem Umzug von Berlin nach Brandenburg vor zwei Jahren änderte sich die Lage. Offiziell ist Staffordshire-Bullterrier Tascha in dem Bundesland als gefährlich eingestuft. Als Tascha kürzlich vom Grundstück rannte und einen anderen Hund verletzte, entschied das zuständige Ordnungsamt, dass der Hund nicht bei der Familie bleiben dürfe.

Die Geschichte von dem Jungen, der von seinem vierbeinigen Freund vom Amt getrennt werden soll, bewegt viele Menschen. Der Berliner Feuerwehrmann Jürgen Töpfer startete vor einer Woche eine Facebook-Aktion die bis Donnerstagmittag 84.000 Likes sammelte. „Ich bin überwältigt“, sagt der 48-Jährige, der selbst Vater ist. Seit der Übersetzung der Seite ins Englische kommen auch Kommentare aus England, Amerika und asiatischen Ländern. Mittlerweile bangen allein auf Facebook mehr als 110.000  Menschen mit Tascha, Dylan und ihrer Familie.

Tascha helfe dem Jungen im Alltag, begründete der Vorsitzende der Erna-Graf-Stiftung, Eisenhart von Loeper, die beruhigende Wirkung auf den Jungen. Um weitere Vorfälle mit anderen Tieren zu verhindern, sicherte die Familie zu, den Leinen- und Maulkorbzwang einzuhalten. Zudem werde eine Schulung für Behindertenbegleithunde absolviert. Bürgermeister Oehme und das Ordnungsamt wollen voraussichtlich nächste Woche eine Entscheidung treffen.

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/panorama/welt/neues-im-streit-um-tascha-darf-der-kampfhund-nun-doch-bei-wachkomakind-dylan-bleiben_id_3443577.html

 

Eine Antwort to “Hoffnung für Wachkomakind Dylan – Aus Kampfhund Tascha könnte Behindertenhund werden”

  1. neuesdeutschesreich 30. November 2013 um 13:17 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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