1200 Sprengköpfe für Granatwerfer – Türkei soll syrische Rebellen mit Waffen beliefern

29 Nov

Mittwoch, 27.11.2013, 14:01

Der türkische Regierungschef Erdogan

Der türkische Regierungschef Erdogan

Nach Angaben der türkischen Opposition sind die türkischen Behörden tiefer in Waffenlieferungen an syrische Rebellen verstrickt als bisher angenommen. Die Sprengköpfe sollen demnach in ein Gebiet geliefert werden, das von Al-Kaida beherrscht wird.

Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu verwies nach Zeitungsberichten vom Mittwoch auf einen kürzlich abgefangenen Transport von rund 1200 Sprengköpfen für Granatwerfer, die in einem Lastwagen versteckt und für Syrien bestimmt waren. Kilicdaroglu sagte, der in Untersuchungshaft genommene Lkw-Fahrer habe ausgesagt, ähnliche Transporte in der Vergangenheit hätten mit Wissen der Militärbehörden im Grenzgebiet stattgefunden.

„Sie liefern Waffen nach Syrien“, sagte Kilicdaroglu den Berichten zufolge an die Regierung gerichtet. Die Aussage des Lastwagenfahrers sei ein „Dokument eines Verbrechens“. Der Mann habe berichtet, dass er mit zwei früheren Waffenladungen durch Kontrollposten der türkischen Gendarmerie im Grenzgebiet gelangt sei, ohne dass die Ladung kontrolliert worden wäre. Die Waffen habe er nur 200 Meter von einem Posten der Gendarmerie entfernt abgeladen.

Waffen sollen in Al-Kaida-Gebiet geliefert worden sein

Die unabhängige Tageszeitung „Taraf“ berichtete unter Berufung auf die Gerichtsakten des Falls, die Granat-Sprengköpfe seien für ein Gebiet in Syrien bestimmt gewesen, das von Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida beherrscht werde. Deshalb werde dem Lastwagenfahrer und anderen Beschuldigten Hilfe für eine terroristische Vereinigung vorgeworfen.

Die 900 Kilometer lange Landgrenze zwischen der Türkei und Syrien ist in den fast drei Jahren des syrischen Konflikts zu einem wichtigen Transitgebiet für syrische Aufständische geworden. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und andere Regierungspolitiker haben den Vorwurf, die Türkei leiste militärische Unterstützung für syrische Rebellen, jedoch mehrmals zurückgewiesen.Unterdessen wurde ein Bericht des türkischen Innenministeriums bekannt, nach dem sich rund 500 Türken radikal-islamistischen Gruppen in Syrien angeschlossen haben, um gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad zu kämpfen. Etwa 90 Türken seien bei den Kämpfen in Syrien getötet worden, hieß es in dem von mehreren Zeitungen zitierten Bericht.

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/1200-sprengkoepfe-fuer-granatwerfer-tuerkei-soll-syrische-rebellen-mit-waffen-beliefern_id_3436288.html

Eine Antwort to “1200 Sprengköpfe für Granatwerfer – Türkei soll syrische Rebellen mit Waffen beliefern”

  1. neuesdeutschesreich 30. November 2013 um 01:14 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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