Bei vielen Tier- und Umweltschützern versickern die Spendengelder

26 Nov

Alarmierende Analyse von Stiftung Warentest

Montag, 25.11.2013, 22:04

Wer kann schon Nein zu süßen Löwen sagen?

Wer kann schon Nein zu süßen Löwen sagen?

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Deshalb hat die Stiftung Warentest Tier- und Umweltschutzorganisationen getestet. Ihr Ergebnis alarmiert, denn viele Organisationen arbeiten unwirtschaftlich – auch die mit großen Namen.

Tier- und Umweltschutz ist unbestritten wichtig. Genauso wichtig ist es, dass Spendengelder auch tatsächlich für den Tier- und Umweltschutz eingesetzt werden. Laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest, die in der Dezemberausgabe von „test“ erschienen ist, gibt es bei vielen Tier- und Umweltschutzorganisationen jedoch teils gravierende Defizite bei Transparenz und beim wirtschaftlichen Einsatz der Spendengelder.

46 Organisationen nahmen die Experten von Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DIZ) unter die Lupe. 20 bescheinigte sie, wirtschaftlich zu arbeiten.Sechs bestätigten die Experten sogar, dass sie „transparent und gut organisiert“ seien.Das sind:

– der BUND,

– der Deutsche Tierschutzbund,

– Greenpeace,

– WWF Deutschland,

– Provieh,

-Atomsfaire

„Sie informieren ihre Unterstützer weitgehend, wohin die Spendengelder fließen. Sie sind so organisiert, dass Verschwendung vermieden und Korruption erschwert wird“, heißt es in dem Testergebnis.

Nicht zuviel Geld für die Verwaltung

Wirtschaftliche arbeitet eine Organisation nach Definition der Stiftung Warentest nur dann, wenn maximal 35 Prozent der Jahresausgaben auf Verwaltung und Werbung anfallen. Von jedem gespendeten Euro nutzt sie bei dieser Quote also 65 Cent für ihren Satzungszweck. 35 Cent jedes gespendeten Euro braucht sie, um ihre Mitarbeiter in der Verwaltung zu bezahlen, um für sich zu werben, den Jahresbericht zu schreiben, die Steuererklärung und Spendenquittungen. Diese 35-Prozent-Grenze halten im Test 20 Spendenorganisationen ein.

Für das Kriterium Transparenz schaute sich Stiftung Warentest unter anderem den Jahresbericht näher an. Er sollte Einnahmen und Ausgaben konkret nennen und Angaben zu den Verwaltungs- und Werbekosten enthalten. Außerdem sollten die Mitglieder des Leitungsorgans namentlich genannt werden.

Peta schneidet schlecht ab

Bei sechs Organisationen, die zusammen knapp 30 Millionen Euro einsammelten,rieten die Tester allerdings zu Vorsicht. Ihre Arbeit stuften sie als „unwirtschaftlich“ ein. Es sind:

– Peta Deutschland,

– die Heinz-Sielmann-Stiftung,

– die Stiftung Pro Artenvielfalt,

– Tier in Not,

– das Vogelschutz-Komitee

– Vier Pfoten.

Auch bei der Tierschutzorganisation Terra Mater sollte man sich eine Geldspende sehr gut überlegen, heißt es in dem Artikel. Hier erhielten die Tester keine ausreichenden Unterlagen über die Verwaltungs- und Werbungskosten. 19 Organisationen verweigerten die Zusammenarbeit mit Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest rät denen, die Geld spenden möchten, vorher eine kurze Checkliste abzuhaken. Wenn die Leute folgende Fragen mit Ja beantworten, sollten sie aufpassen:

– Fühlen Sie sich gedrängt?

– Erzeugt die Organisation mit ihrer Werbung übertrieben starkes Mitleid?

– Werden Sie zeitlich unter Druck gesetzt? Beschränkt die Organisation den Ausstieg aus dem Vertrag?

– Weigert sich die Organisation klar zu benennen, wie sie die Spenden verwendet?

– Verwehrt die Organisation eine Zuwendungsbestätigung? Letztere ist insbesondere für das eigene Portemonnaie wichtig. Denn dann können Spender ihre Spende garantiert als Sonderausgabe beim Finanzamt geltend machen.

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/finanzen/news/wwf-ist-top-peta-flop-bei-tier-und-umweltschuetzern-versickern-millionen-an-spendengeldern_id_3430030.html

Eine Antwort to “Bei vielen Tier- und Umweltschützern versickern die Spendengelder”

  1. neuesdeutschesreich 27. November 2013 um 00:09 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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