Gequält, missbraucht, bedroht Tausende Sklaven in England – darunter viele Kinder

23 Nov

Samstag, 23.11.2013, 08:17

In England gab 2012 es einem Bericht zufolge mehr als 1000 Fälle von Sklaverei

In England gab 2012 es einem Bericht zufolge mehr als 1000 Fälle von Sklavere

Der neue Fall moderner Sklaverei schockt England. Für die britische Polizei und Hilfsorganisationen ist das allerdings wenig überraschen. Einem Bericht zufolge wurden 2012 mehr als 1000 Menschen gefangen gehalten, darunter auch hunderte Kinder.

Nach demaufsehenerregenden Fall von moderner Sklaverei in Londonwill die britische Regierung härter gegen Menschenhandel vorgehen. Gegenwärtig werde ein Gesetzentwurf im Parlament vorbereitet, der lebenslange Haft als Höchststrafe für Sklavenhaltung vorsieht, sagte Innen-Staatssekretär James Brokenshire am Freitag im BBC-Radio. „Die Leute glauben, Sklaverei ist eine Sache, die in den Geschichtsbüchern steht. Die traurige Realität ist, dass es sie noch immer gibt“, sagte er. Die Zahl der bekanntwerdenden Fälle steige jährlich.

Tausende Menschen leben in Sklaverei

Allein in Großbritannien wurden einem Bericht zufolge im Jahr 2012 mehr als 1000 Menschen in moderner Sklaverei gehalten. Das geht aus dem Jahresbericht des Centre for Social Justice hervor. Die Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt. Die Spannbreite reiche von Haussklaverei, über Zwangsarbeit in Fabriken und auf Feldern bis zu sexueller Ausbeutung, etwa in Bordellen. Unter den bekanntgewordenen Fällen seien auch Hunderte Kinder.

Die Autoren des Berichts fordern die Einrichtung eines Sklaverei-Beauftragten bei der Regierung, der sich ausschließlich mit dem Thema befasst. In der Gesellschaft gebe es eine „schockierende Unwissenheit“ über das Problem. „Sozialarbeiter im ganzen Land sind nicht ausreichend gerüstet, um die Anzeichen für Sklaverei zu erkennen“, heißt es in dem Bericht. In vielen Fällen würden die Opfer sogar noch von der Staatsgewalt juristisch verfolgt, für Vergehen, die sie aus ihrer Zwangssituation heraus begehen mussten.

Cleveland, Ohio, Strasshof – Weltweite Fälle von Sklaverei

Nicht nur in England gibt es Fälle von Sklaverei. Immer wieder wird weltweit aufgedeckt, dass Menschen jahrelang unbemerkt bei ihren Peinigern wie Sklaven leben mussten. So wurden im Juni 2013 mehrere Menschen angeklagt, eine geistig behinderte Mutter und ihre minderjährige Tochter etwa zwei Jahre lang in einem Wohnhausin Ashland im US-Bundesstaat Ohiowie Sklaven in einem Keller gehalten zu haben. Die Opfer wurden gequält, misshandelt, mit Waffen bedroht und mussten Hundefutter essen. Die Opfer kamen im Oktober 2012 frei.

Im Mai dieses Jahres – zirka zehn Jahre nach ihrer Entführung  – entkommendrei Frauen in Cleveland im US-Bundesstaat Ohioihrem Kidnapper. Amanda Berry, Gina DeJesus und Michelle Knight waren zwischen 2002 und 2004 verschwunden. Ihr Entführer, Ariel Castro, versprach ihnen einen Hund, lockte sie damit in sein Haus und quälte sie immer wieder. Im Mai 2013 gelingt einer der Frauen die Flucht. Die beiden anderen Gefangenen sowie eine vom Vergewaltiger gezeugte Tochter können ebenfalls gerettet werden. Castro wurde wegen Entführung, Misshandlungen und Vergewaltigungen zu lebenslanger Haft verurteilt und im September erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden.

Kampusch auf dem Schulweg entführt

Im April 2008 wird bekannt, dass der Elektrotechniker Josef Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang im Keller seines Hauses im niederösterreichischen Amstetten gefangen hielt und unzählige Male vergewaltigte. Er zeugte mit ihr sieben Kinder, die zum Teil auch in dem Versteck lebten. Der Rentner wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, seine Familie bekam eine neue Identität.

Das Martyrium der Natascha Kampusch wurde im August 2008 aufgedeckt: Der damals 18-Jährigen gelingt die Flucht. Das Mädchen war 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt und in einem Verlies im niederösterreichischen Strasshof unter der Garage seines Kidnappers gefangen gehalten und schwer misshandelt worden. Der Täter, Wolfgang Priklopil, nahm sich nach der Flucht Kampuschs am selben Tag das Leben.

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/panorama/gequaelt-missbraucht-bedroht-schockierende-zahlen-mehr-als-1000-sklaven-in-england_id_3424539.html

3 Antworten to “Gequält, missbraucht, bedroht Tausende Sklaven in England – darunter viele Kinder”

  1. neuesdeutschesreich 23. November 2013 um 14:15 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

  2. Stefan Wehmeier 9. Dezember 2013 um 20:00 #

    Von der Sklaverei zur Zinswirtschaft

    „Du wurdest wie alle in die Sklaverei geboren, und lebst in einem Gefängnis, das du weder anfassen noch riechen kannst. Ein Gefängnis für deinen Verstand.“

    Morpheus (Matrix)

    Es ergibt sich die nur auf den ersten Blick erstaunliche Tatsache, dass die Ausbeutung im Laufe der Jahrtausende ihrem Wesen nach gänzlich gleich geblieben ist. Es ist grundsätzlich dasselbe, ob in der Vergangenheit der Sklave als Arbeitsmotor infolge seiner persönlichen und daher wirtschaftlichen Unfreiheit unmittelbar für seinen Herrn fronen musste; oder ob im heutigen Privatkapitalismus der Arbeitende vorwiegend infolge des Geld- und Bodenmonopols – also infolge einer unfreien Wirtschaft – nur einen um den Zins verkürzten Arbeitsertrag erhält oder ob schließlich in dem von den Marxisten gepredigten Staatskapitalismus, der sich fälschlich als Sozialismus ausgibt, infolge der Monopolisierung nahezu der gesamten Wirtschaft durch den Staat der Grundsatz der wirtschaftlichen Unfreiheit zur höchsten Potenz erhoben, die Ausbeutung also auf die Spitze getrieben wird, wobei der Zwangsarbeiter zusehen muss, was – nach Befriedigung der Ansprüche der herrschenden Bürokratie und des riesenhaft aufgeblähten Staatsapparates, die begreiflicherweise den Vorrang genießen – zuletzt für ihn übrig bleibt. In allen drei Fällen ist das Ausbeutungsprinzip dasselbe geblieben, bedingt das Monopol die Einschränkung oder gar den Ausschluss der Konkurrenz und damit zugleich die Ausbeutung.

    Nur in der Technik der Ausbeutung besteht ein Unterschied.

    War es früher erforderlich, Sklaven, das heißt persönlich unfreie Menschen, zu halten, um sie auszubeuten, so bringt die Zinswirtschaft das Kunststück fertig, den Menschen sämtliche persönlichen und politischen Freiheiten zu gewähren und sie trotzdem auszubeuten. Obgleich Zinsnehmer und Zinszahler (angeblich) rechtlich einander gleichgestellt und ebenbürtig sind, vermag der eine sich die Früchte der Arbeit des anderen anzueignen. Diese legalisierte Ausbeutung beruht, wie gesagt, auf dem Vorhandensein von Monopolen. An die Stelle des Sklavenhalters ist im modernen Rechtsstaat der Zinsbezieher, an die Stelle des Sklaven der Zinszahler getreten. Die Ausbeutung erfolgt nicht mehr unmittelbar durch die Aneignung der Arbeit des Sklaven, sondern mittelbar durch das Monopol. Es ist begreiflich, dass die Sklaverei für die Ausbeuter uninteressant wurde, seitdem man die wirtschaftliche Unfreiheit der Auszubeutenden – diese einzige Voraussetzung einer jeden Ausbeutung – anstatt durch persönliche Freiheitsberaubung durch die Monopole zu erzielen vermochte:

    Marktgerechtigkeit

    Die erste vollständige Theorie zur Herstellung absoluter Marktgerechtigkeit wurde bereits im Jahr 1906 veröffentlicht – konnte aber vom „Normalbürger“, der sich gedanklich eben nicht in der Realität, sondern noch immer im „Programm Genesis“ befindet, bis heute nicht verstanden werden:

    Einführung in die Wahrheit

    • bunzelmann 10. Dezember 2013 um 04:09 #

      Vielen Dank für deinen tollen Beitrag .Da hast dir sehr viel Arbeit gemacht.Super .Gruß

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