Hintergründe zur Organisation“Pro Familia“

25 Okt

– Seminararbeit von Simone Barich, Wer ist Pro Familia? (Diese Seminararbeit können Sie hier als pdf-Datei downloaden) –

Übersicht:
1.
Wer ist Pro Familia?
2.
Geschichte und Entwicklung
3.
Weiterentwicklung
4.
Nationale und internationale Vernetzungen
5.
Darstellung nach außen
6.
Finanzielle Unterstützung
7.
Pro Familia und Abtreibung als Geburtenkontrolle
8.
Wie sieht Pro Familia ein ungeborenes Kind?
9.
Fazit
10.
Quellenverzeichnis
11.
Anlage

Einleitung
Die Pro Familia ist in der Gesellschaft eine sehr bekannte Organisation. Die meisten Menschen kennen sie. Zumeist dahingehend, daß man sich dort Rat und Hilfe holen kann, wenn man Fragen zur Schwangerschaft hat oder Hilfe in Konfliktsituationen sucht.
Der Name Pro Familia – „für die Familie“ – klingt ja auch sehr vielversprechend und vertrauenserweckend. Ich habe sehr viel für und wider über diese Organisation gehört. Da ich für meine Prüfung eine Hausarbeit verfassen mußte, habe ich mir dieses Thema ausgewählt, um mich tiefer mit diesem Thema zu beschäftigen, mir Details anzuschauen, die mit dieser Organisation zusammenhängen. Ich wollte es genauer wissen: Was ist dies für eine Organisation? Ist sie das, was ihr Name – „für die Familie“ – aussagt?
Ich habe sehr viel recherchieren und zwischen den Zeilen lesen müssen. Ich habe mir Selbstdarstellungen der Pro Familia, ihrer Partnerorganisation International Planned Parenthood Federation (IPPF), Texte aus dem amerikanischen Bereich, verschiedene schon existierende Berichte von anderen Autoren über die Pro Familia angesehen und versucht, sie objektiv und sachlich zu betrachten. Oft war ich zwischendurch sehr verwirrt, weil sich nach außen hin alles so gut und so förderlich anhört. Jedoch, je tiefer ich in dieses Thema eintauchte, merkte ich, was diese Organisation eigentlich wirklich ist, wer hinter ihr steht, welch großen Einfluß sie schon hat. Somit muß man leider sagen, daß von ihr eine große Gefahr ausgeht.
Ich bin mir mittlerweile auch sicher, daß viele Politiker in den Ländern und Kommunen nicht wissen, wen sie da mit öffentlichen Geldern reichhaltig fördern. Ich vermute ferner, daß viele der Beraterinnen bei Pro Familia auch nicht wirklich wissen, für welche Organisation sie arbeiten und was sie in Wirklichkeit unterstützen.

1. Wer ist Pro Familia?
Pro Familia nennt sich Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Der Name Pro Familia ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet „für die Familie“. Nach eigenen Angaben hat sie ca. 5.300 Mitglieder und 1000 Mitarbeiter. Sie bezeichnet sich als gemeinnützige Organisation.
Der Bundesverband setzt sich aus 16 Landesverbänden zusammen, die geographisch mit den 16 Bundesländern übereinstimmen. Die Landes-, Orts- und Kreisverbände sind als Mitgliedervereine organisiert und Träger von etwa 170 Beratungsstellen und Pro Familia-Zentren. In sechs Pro Familia-Einrichtungen werden Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Die Beratungsstellen werden zu 75 % aus öffentlichen Mitteln (Kommunen, Länder,Bund) finanziert: Jahresetat ca. 25,5 Mill. Euro. (4; 18, S. 4, 5)
Pro Familia ist Mitglied der International Planned Parenthood Federation (IPPF). Dieser Verband gehört heute national wie europaweit zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung.(42, 43)

2. Geschichte und Entwicklung
2.1. Wer sind die Hauptbegründer von Pro Familia und der IPPF?
Hauptbegründer sind Prof. Hans Hamsen und Margaret Sanger.
H. Harmsen (1899-1988) studierte Medizin, Volkswirtschaft und Jura. Einer seiner bedeutendsten Lehrer war Alfred Grotjahn, Begründer der deutschen „Sozialhygiene“. Er regte in Harmsen die Beschäftigung mit bevölkerungswissenschaftlichen Themen an.
In dieser Zeit, Beginn des 20. Jahrhunderts, fanden zahlreiche eugenische und rassenhygienische Vereinigungen und Konferenzen Zulauf. Man versuchte, das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen, vor allem die hohe Kinderzahl in den unteren und ärmeren Schichten. Man ging davon aus, daß Intelligenz und Begabung erblich sei, und wollte Programme entwickeln, den „besseren“ Teil der Bevölkerung zu fördern und zu versuchen, die weniger erwünschten Personen zu verhindern.
Harmsen wird 1925 Leiter der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“ (bis 1940 Geschäftsführer) und wird ferner 1926 leitender Arzt des Gesundheitswesens der evangelischen „Inneren Mission“ (heute Diakonisches Werk). Die Innere Mission war der wichtigste protestantische Träger von Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte sowie alte Menschen. In der Situation der Weltwirtschaftskrise, die auch die Innere Mission finanziell vor Probleme stellte, prägte Harmsen 1931 den Begriff der „differenzierten Fürsorge“. Damit war praktisch der Schritt von der „quantitativen“ zur „qualitativen“ Bevölkerungspolitik getan. Fürsorgerische Leistungen sollten reserviert sein für diejenigen Personen, die auch im Wirtschaftsprozeß leistungsfähig waren, woraus sich der Wert des Menschen ergab. Darüber ließe sich dann auch eine „Höherentwicklung des Volkes“ erreichen. „Aufartung“ staatstragender, erblich wertvoller Familien durch die Beseitigung der „schädlichen Erbmasse“. Wie die Mehrheit im Zentralausschuß stimmte Harmsen dem Gesetzentwurf, der die Grundlage für das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ legte, zu (Harmsen, „Mitteilungen der Auskunftsstelle des Central-Ausschusses für Innere Mission“, 1933). Eine eugenische Sterilisation wurde akzeptiert, Maßnahmen zur „Artreinigung“ bei geistig und körperlich behinderten Menschen – so einer der Vertreter der Inneren Mission – sollten sein:

  1. die Verwahrung in Anstalten
  2. die Sterilisation
  3. Ehegesundheitszeugnisse
  4. Meldepflicht bei Geschlechtskrankheiten
  5. die Stärkung des „Erbgesundheitsgewissens“ der Bevölkerung.

Harmsen schickte Belegexemplare seiner Ansichten u. a. an Benito Mussolini und Adolf Hitler. Sein Schreiben an Hitler sprach eine eindeutige Sprache, wenn es hieß: „Mit großem Interesse und aufrichtiger Freude habe ich im `Völkischen Beobachter´ die Berichte über die Tagung nationalsozialistischer Ärzte in Leipzig gelesen, die ein starkes Bekenntnis zur Notwendigkeit planmäßiger bevölkerungspolitischer Maßnahmen enthielt.“ Das hat nach 1945 weder seiner Karriere geschadet, noch führte es zu einer Stellungnahme von kirchlicher Seite.
Harmsen hat sich nach dem Krieg von seinem Einsatz für das 1933 erlassene Nazigesetz „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ nie distanziert, sondern verteidigte es noch. Er wurde 1946 Professor und Direktor des Hygienischen Instituts in Hamburg und sammelte andere renommierte Rassenhygieniker aus der Zeit vor 1945 in wissenschaftlichen Vereinigungen. Er machte ein Forschungsprojekt am Institut für Geschichte der Medizin der Freien Universität Berlin unter dem Titel „Aufbau des Gesundheitswesens nach 1945 – Neue Konzepte und Ziele?“. Er arbeitete als Gutachter für die Bundesregierung und wurde Sachverständiger des Bundesministeriums für Familie und Jugend und Mitbegründer von Pro Familia! Er war bis 1984 Ehrenpräsident von Pro Familia und bis zu seinem Tod 1988 Ehrenmitglied der IPPF. (51; 50, S. 48-50; 55; 18, S.814; 28, S. 41-44 + 201-202; 49)

2.2. Wer war Margaret Sanger?
Wer war Margaret Sanger, die Begründerin der IPPF, an deren Gründung die Pro Familia nach eigenen Aussagen maßgeblich beteiligt war? Margaret Sanger, eine amerikanische Feministin und Rassistin, vertrat ähnliche Ansichten wie Hans Harmsen. Ihre Ideologie war, daß die menschliche Rasse, um überleben zu können, ihr genetisches Erbgut reinigen müsse.
Für M. Sanger gab es drei Gruppen von Menschen:
– die genetisch einwandfreien Menschen, das waren Europäer und Nordamerikaner;
– sog. Untermenschen, dazu gehörten zunächst Schwarze und Menschen der „Dritten Welt“;
– ferner Unter-Untermenschen, das sind die Armen, zu diesen zählte sie die Arbeiter, Emigranten aus Südeuropa, Juden und manche religiöse Gruppen. Durch Geburtenkontrolle müsse die Menschheit zu einer reineren Rasse werden. (18, S. 9; 19)

Sie forderte Begrenzung der Kinderzahl für untere Klassen. Sie wollte dies z. B. durch Sterilisation erreichen, indem die Leute für ihre Einwilligung zur Sterilisation mit Geld oder Geschenken belohnt würden.
Sanger kämpfte ihr Leben lang gegen die amerikanische Justiz bezüglich bestimmter Gesetze. Sie mühte sich erfolgreich, Gesetze, die z.B. Verhütungsmittel verboten, aufzuheben. Sie gründete 1912 die „American Birth Control League“, die später in die IPPF umgewandelt und weiterentwickelt wird. (Die IPPF gründet später das Margaret Sanger Forschungszentrum, welches die Entwicklung der „Pille“ und „Spirale“ finanziert). Ihr Einfluß hatte über die Jahre weitreichende Folgen in der Gesellschaft.(15) Harmsen und Sanger begegnen sich 1927 auf der Weltbevölkerungskonferenz in Genf. Sie weckte Harmsens Interesse für „Familienplanung“. Sanger wollte auch in Deutschland Fuß fassen. 1952 gelang es ihr, an „Familienplanung“ interessierte Ärzte und Ärztinnen zu finden. Mit finanzieller Unterstützung der IPPF aus den USA wurde der deutsche Zweig der IPPF begründet und nahm seine Tätigkeit als „Pro Familia Deutsche Gesellschaft für Ehe und Familie“ auf. (18, S. 7,11) Ergänzung aus einer schriftlichen Auskunft des Amtsgerichts Frankfurt/Main unter der Geschäftsnummer 73 VR 5685: „In obiger Sache wird mitgeteilt, daß der obige Verein am 23.07.1946 in Hamburg unter dem Namen: Vertrauensstelle für Verlobte und Eheleute gegründet wurde.“ (Human Life International Canada (Hrsg.), Planned Parenthood – Wolf in Sheep’s Clothing, Vanier, Canada, 1990)
In einem Selbstzeugnis heißt es: „… Die Verhütungsberatung von Ärzten war damals weniger auf eine autonome Lebensplanung gerichtet, sondern sie galt vielmehr der Einschränkung unkontrollierter Vermehrung vornehmlich der armen Schichten als mögliche gesellschaftliche Last.“
Einem Buch über Bevölkerungspolitik in entwickelten Ländern, Kapitel 22, ist zu entnehmen, daß der Name Pro Familia (für die Familie) absichtlich gewählt wurde, um das tatsächliche Ziel der Gesellschaft zu tarnen, da besonders von katholischer Seite starker Widerstand gegen die Verbreitung von Information über Familienplanung bestand.(18, S. 11) Hans Harmsen wurde zum Vorsitzenden gewählt, „da er beste Voraussetzungen mitbrachte“. (56; 18, S. 11) Er war bis 1984 Ehrenpräsident von Pro Familia und bis zu seinem Tod 1988 Ehrenmitglied der IPPF. In vielen Bundesländern wurden dann nach und nach Beratungsstellen eingerichtet, bis heute die schon erwähnten 170.

Wenn du weiterlesen möchtest,folge dem nachfolgenden Link :

http://www.pro-leben.de/abtr/taktiken_profamilia.php

Übertragen von derselben Quelle , siehe Link :

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Ich denke ,das es wichtig ist,alle existierenden System und Organisationen zu hinterfragen.Ansonsten werden wir alle weiter im Dunkel tappen und die Wahrheit kann nicht ans Licht kommen .

In diesem Sinne ….

Eine Antwort to “Hintergründe zur Organisation“Pro Familia“”

  1. neuesdeutschesreich 25. Oktober 2013 um 14:19 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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