Wenn die Kasse den Beatmungsschlauch verweigert

23 Okt

Bei Maischberger ging es um die oft kritisierte Gefühlskälte der gesetzlichen Krankenkassen: Selbst chronisch Kranken würden Leistungen verweigert. Nur ein Politiker nahm die Versicherungen in Schutz. Von Daniele Raffaele Gambone

Sandra Maischberger

Foto: picture alliance / Geisler-FotopSandra Maischberger wollten von ihren Gästen wissen, welchen Ärger sie mit ihrer Krankenkasse haben

Eigentlich könnte man 130 Jahre nach ihrer Einführung mit Genugtuung auf die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland schauen. Die Gesundheitsversorgung präsentiert sich hierzulande umfangreicher und zuverlässiger als in Staaten mit vergleichbaren Sozialsystemen, und im Ganzen werden sogar Überschüsse erwirtschaftet. Die Lage dieser historischen Einrichtung ist also erfreulicherweise historisch gut.

In jüngerer Zeit werden allerdings Vorwürfe laut, die Krankenkassen seien darauf aus, zulasten ihrer Mitglieder den Gewinn zu maximieren und sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu verschaffen. Zum einen, indem sie besonders kostenintensive Patienten dazu drängten, die eigene Solidargemeinschaft zu verlassen; zum anderen, indem Leistungen verweigert würden. Für besonderes Aufsehen hatte die KKH Allianz gesorgt, der durch Insider-Aussagen und Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ nachgewiesen werden konnte, „Hochnutzer“, so die interne Bezeichnung für teure Mitglieder, unter Druck gesetzt zu haben.

Während die Kassen und ihre Vertreter wie Florian Lanz vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen gerne von Einzelfällen reden, behaupten Kritiker wie Ines Verspohl vom Sozialverband VdK, ein solches Vorgehen habe System. Auch zwischen den anderen Gästen bei Sandra Maischbergers Talk zum Thema „‚Das wird nicht erstattet‘ – Immer Ärger mit der Krankenkasse“ tat sich exakt dieser Argumentationsgraben auf.

Ein besonderes Augenmerk der Sendung lag auf chronisch kranken Patienten. Dazu zählt auch die sechsjährige Romy Köhler. Dass sie dieses Alter überhaupt erreichen würde, war bei ihrer Geburt nicht zu erwarten. Sie kam mit einem Gendefekt zur Welt, der sich unter anderem in einer vollständigen Lähmung ihres Zwerchfells ausdrückt, und muss mit einer Maschine beatmet werden – fast ständig.

Übertragen von Quelle und weiterlesen über folgenden Link :

http://www.welt.de/vermischtes/article121128685/Wenn-die-Kasse-den-Beatmungsschlauch-verweigert.html

4 Antworten to “Wenn die Kasse den Beatmungsschlauch verweigert”

  1. Eva-Maria Oeser 23. Oktober 2013 um 14:06 #

    Auch Elektrosensiblen wird die Zahlung notwendiger Hilfsmittel verweigert, ebenso wie die bernahme von Behandlungen. Aus eigener Erfahrung kann ich besttigen, dass kein Abschirmmaterial gezahlt wird, ebensowenig das Entfernen von Metall im Mund obwohl beides unabdingbare Voraussetzungen fr eine Verbesserung der teilweise gravierenden Symptome sind. Bei Interesse am Thema gern mehr.

    mfG

    Eva-Maria Oeser

  2. Maria07 23. Oktober 2013 um 14:08 #

    Auch Elektrosensiblen wird die Zahlung notwendiger Hilfsmittel verweigert, ebenso wie die Übernahme von Behandlungen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass kein Abschirmmaterial gezahlt wird, ebensowenig das Entfernen von Metall im Mund obwohl beides unabdingbare Voraussetzungen für eine Verbesserung der teilweise gravierenden Symptome sind.
    Bei Interesse am Thema gern mehr.

    mfG

    • bunzelmann 23. Oktober 2013 um 18:14 #

      Die anderen beiden Kommentare sind raus .Vielen Dank für deinen Kommentar .Gruß

      • Maria07 23. Oktober 2013 um 19:22 #

        Danke für die Rückmeldung aber mein Kommentar steht immer noch mit Klarname und doppelt drin.
        LG

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