Kinder bei falschen Eltern Blonde Mädchen tauchen bei Roma-Familien in ganz Europa auf

23 Okt

Dublin, Eltern, Entführung, Irland, Maria, Maddie McCann, Roma

Die Bilder vermisster Mädchen hängen an einer Wand der Organisation „Das Lächeln des Kindes“ in Griechenland.

Das Schicksal der kleinen Maria in Griechenland gibt weiter Rätsel auf – ist aber offenbar kein Einzelfall. Auch in Irland hat die Polizei ein blondes Mädchen gefunden, das wohl von einer Roma-Familie entführt wurde. Die vermeintlichen Eltern hatten gefälschte Papiere vorgelegt.
Das Mädchen wurde in die Obhut der Polizei und des irischen Gesundheitsamtes übergeben, berichtet „BBC News“. Demnach sei die Polizei am Montagnachmittag in ein Haus einer Roma-Familie gerufen worden. Dort hätten die Beamten mehrere Kinder gesehen, unter ihnen ein blondes Mädchen mit blauen Augen, das nicht zu den anderen passte.Die vermeintlichen Eltern hätten gegenüber der Polizei behauptet, es sei ihre Tochter und legten den Beamten Dokumente vor. Doch die Beamten glaubten dem Roma-Paar nicht und zweifelten die Echtheit der Dokumente an.

Der Verdacht der Polizisten erhärtete sich bald: Das Krankenhaus, in dem das Mädchen nach Angaben der „Eltern“ 2006 geboren wurde, hatte keinerlei Aufzeichnungen über die Geburt des Mädchens. Es wird erwartet, dass das Gesundheitsamt nun vor Gericht einen Antrag auf das vorübergehende Sorgerecht stellt.

Leiter des Geburtenregisters suspendiert

Erst vergangene Woche hatten Polizisten in Griechenland einblondes Mädchen bei einer Roma-Familie gefunden. Ein DNA-Test bestätigte, dass es sich nicht um die leiblichen Eltern handelte. Sie sollen 13 weitere Kinder haben und einen hohen Betrag anKindergeld kassieren.

Unterdessen wurde der Leiter des Geburtenregisters vom Dienst suspendiert. Durch den Fall der kleinen Maria seien in der Verwaltung „Mängel auf allen Ebenen aufgedeckt“ worden, kritisierte Athens Bürgermeister Georgios Kaminis. Um die richtigen Eltern des Mädchens zu finden, überprüfte die Polizei unterdessen fast ein Dutzend Vermisstenfälle aus mehreren Ländern. Nach Angaben von Bürgermeister Kaminis könne es eine „beträchtliche Anzahl“ solcher Fälle geben.

Die griechische Polizei prüft nun Vermisstenfälle aus den USA, Schweden, Polen und Frankreich, wie ein Sprecher der Kinderschutzorganisation „Das Lächeln des Kindes“, in deren Obhut sich das Mädchen befindet, am Dienstag sagte.

Tausende Anrufe von Eltern

Seit der Fall publik wurde gingen tausende Anrufe von Eltern ein, die ihre Kinder vermissen. Allein bei der Organisation „Das Lächeln des Kindes“ meldeten sich seit dem Wochenende mehr als 8000 Menschen, wie der Sprecher Panagiotis Pardalis sagte. Einige der Anrufer hätten Hinweise gegeben, die an die Polizei weitergeleitet worden seien. Viele hätten aber auch nur ihre Anteilnahme ausgedrückt.

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