NSA-Spionagezentrum in Utah durch starke Stromstöße erheblich in Mitleidenschaft gezogen

10 Okt

Wie jetzt das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, wurde das NSA-Datenzentrum in Bluffdale, dessen Inneneinrichtung doch nicht wie sein früheres so genanntes »InformationDomination Center« in Fort Belvoir nach dem Vorbild der Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise gestaltet wurde, in den vergangenen 13 Monaten von bisher mindestens zehn elektrischen Spannungsstößen heimgesucht.

Diese Spannungsstöße haben die NSA bisher daran gehindert, ihre Cray-Super- und anderen Computer in dem neuen Datenzentrum in Utah benutzen zu können. Dies könnte bedeuten, dass weniger oder keine amerikanischen Kommunikationen des vergangenen Jahres, bei denen man

sich elektronischer Medien oder der Funkübertragung bediente, für die Ewigkeit und zur späteren Auswertung durch die NSA-Meisterspione gespeichert werden konnten.

Aber da es hier um die NSA geht, ist die Wirkung dieser Stromstöße eine andere als in der normalen Welt: »Ein Beamter beschrieb die Stromstöße, so genannte Störlichtbogen, als ›Blitz in einer 60 Zentimeter kleinen Kiste‹.« Diese Stromstöße lösten Feuerblitze aus, ließen Metall schmelzen und erzeugten Kurzschlüsse, berichtet der Beamte weiter. Nach den Ursachen wird noch gesucht, und wie aus Angaben von offiziellen Vertretern und Projektdokumenten hervorgeht, herrscht Uneinigkeit darüber, ob die vorgeschlagenen Lösungen tatsächlich funktionieren würden. Ein Vertreter der Projektleitung Utah erklärte, die NSA wolle noch in dieser Woche einige der Computer in Betrieb nehmen.

Hier nun einige Passagen aus dem WSJ zu dem jüngsten Beispiel, wie es selbst den bestorganisierten und effizientesten Regierungsbehörden ergehen kann, wenn man sich nur auf die regierungseigenen Ressourcen verlässt:

»Ohne eine verlässliche Stromversorgung für den Betrieb der Computer und deren Kühlung ist das weltweite Überwachungsdatensystem der NSA nicht funktionsfähig. Die NSA hatte sich vor allem deshalb für Bluffdale in Utah als Standort für das Datenzentrum entschieden, weil hier im Übermaß billiger Strom zur Verfügung steht. [Das Zentrum] benötigt ständig 65 Megawatt Strom, mit denen man auch eine Stadt mit mindestens 20 000 Einwohnern versorgen könnte. Die Energiekosten betragen mehr als eine Mio. Dollar monatlich, wie sich aus Äußerungen von Projektvertretern und Dokumenten ergibt.

Utah ist das größte der verschiedenen neuen NSA-Datenzentren, zu denen auch eine 900 Mio. Dollar teure Einrichtung im NSA-Hauptquartier in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland und eine kleinere Anlage in San Antonio gehören. Die erste von insgesamt vier Datenanlagen im Zentrum in Utah sollte ihren Betrieb ursprünglich bereits im Oktober 2012 aufnehmen, wie aus Unterlagen hervorgeht. Die Verzögerung bei der Inbetriebnahme des Datenzentrums zeigt, dass die Fähigkeit der NSA, ihre immensen Kapazitäten zu nutzen, durch logistische Probleme eingeschränkt wird. Aus Unterlagen und vielen Gesprächen ergibt sich das Bild eines Vorhabens, bei dem Verfahren verkürzt wurden, um eine rasche bauliche Fertigstellung zu erreichen.

Wie aus Projektunterlagen hervorgeht, versagten oft Notfallgeneratoren bei Testläufen, und es herrscht unter den Beamten Uneinigkeit darüber, ob die Ursachen auch wirklich geklärt sind. Ebenso wenig ist man sich zwischen Regierungsvertretern und den Vertragspartnern darüber einig, ob das elektrische Kontrollsystem den Anforderungen wirklich gewachsen sei, erklärte ein Projektvertreter. Darüber hinaus seien die Kühlsysteme auch noch nicht auf ihre Funktionstüchtigkeit hin getestet worden.

Das Pionierkorps der Armee hat die Bauaufsicht. Bauleiter Nobert Sutter erklärte: ›Die Ursachen der Probleme mit der Elektrik wurden von unserer Gruppe erkannt, und die notwendigen Reparaturen werden gegenwärtig von unserem Vertragspartner ausgeführt.‹ Das Pionierkorps werde sicherstellen, dass das Datenzentrum ›zu 100 Prozent verlässlich ist‹, bevor man es an die NSA übergebe.

Andere Einschätzungen der Regierung kommen demgegenüber zu dem Schluss, die Vorschläge der Vertragsfirmen zur Behebung der Probleme seien nicht ausreichend. Zudem seien bei acht der Störfälle die Ursachen noch nicht eindeutig geklärt. ›Wir haben keine Anzeichen dafür gefunden, dass die vorgeschlagenen Veränderungen der Ausstattung und Ausrüstung wirksam dazu beitragen können, dass in Zukunft derartige Zwischenfälle vermieden werden‹, heißt es in dem Bericht einer Spezialuntersuchungsgruppe des Pionierkorps, die als ›Tiger Team‹ bekannt ist.

Das elektrische System wurde vom Architekturbüro KlingStubbins entworfen. Das Unternehmen gehört als Subunternehmen einem Konsortium aus drei Firmen an: Balfour Beatty Construction, DPR Construction und Big-D Construction Corp. Ein Vertreter von KlingStubbins berichtete von einem Fragenkatalog des Pionierkorps.«

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Wenn du weiterlesen möchtest ,kannst du es gerne über folgenden Link tun :

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/nsa-spionagezentrum-in-utah-durch-starke-stromstoesse-erheblich-in-mitleidenschaft-gezogen.html

Übertragen von Quelle : http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/nsa-spionagezentrum-in-utah-durch-starke-stromstoesse-erheblich-in-mitleidenschaft-gezogen.html

3 Antworten to “NSA-Spionagezentrum in Utah durch starke Stromstöße erheblich in Mitleidenschaft gezogen”

  1. bekim 10. Oktober 2013 um 10:48 #

    Ich traue dieser Meldungen nur bedingt, möglich auch das es nur so eine Art „hej Leute wir können eure Aktivitäten doch nicht alle aufzeichnen“-Falshmeldung ist…so oder so ist es traurig wieviel Geld von diesen Politikern ausgegeben wird in antifriedlichen Aktivitäten, ich kann nur raten jeden vermeidbaren CENT den man vermeiden kann nach usa zu schicken vermeidet, ein richtiges Us-Produkte Boykott, behaltet euren Dreck, AMD wird abgekauft, Intel krigt Importverbot, Linux hab ich shon installiert und auch Windows können die für sich behalten! Die Importieren doch sowieso mehr als exportieren…
    Wenn dieses Imperium baldendlich zerfällt und friedliche Politiker das Zepter übernehmen kommen wir gerne wieder ins Geshäft…

    • bunzelmann 10. Oktober 2013 um 11:31 #

      Hallo ,ich danke dir für deinen Kommentar und finde deine Idee klasse.Das wäre zu mindestens eine großartige Möglichkeit stillen Protest auszuüben.Vielen Dank.Gruss

  2. neuesdeutschesreich 10. Oktober 2013 um 14:27 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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