Jörg Haider…ein schlecht vertuschter Mord?

10 Okt

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse. Andere – insbesondere Orientalen – haben für Kränkungen aller Art Gedächtnisse wie Elefanten, während wir eine Redewendung “Schnee von gestern” haben, die wir vielleicht besser aus unserem Wortschatz streichen sollten – zumindest solange wir nicht unbehelligt alleine unter uns leben. Araber nörgeln nach fast 1000 Jahren noch an den Kreuzzügen rum und von Juden muss man diesbezüglich erst gar nicht anfangen, die machen aus – tatsächlichen oder erfundenen – Kränkungen sogar heilige Schriften. (Ägypten, Persien, Babylon, Amalek, Riese Goliath uvm.) Wir Deutschen können von Glück sagen, dass derzeit eine Bibelergänzung doch zu fragwürdig wäre, um durchzugehen, ansonsten würden wir uns nämlich als nicht sehr vorteilhafte Hauptprotagonisten in einem 6. Buch Mose widerfinden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Doch zurück zu Jörg Haider.

Nach nunmehr vier Jahren haben sich die Wogen, die sein Tod anfänglich verursacht hat, geglättet. Viele Menschen in Österreich, aber auch in Deutschland und der Schweiz sind zwar fest überzeugt, dass er einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist – es gibt in dissidenten Kreisen sogar den Ausspruch “jemand wurde gehaidert” – das hat aber keinerlei Auswirkung auf die Realität. Für mich ist das eine sehr frustrierende Erfahrung, denn sie besagt, dass die Realität, wie wir sie kennen, nicht von Fakten geschaffen wird und auch nicht davon, was die Mehrheit über Fakten weiß, sondern davon, was die Medien berichten bzw. vor allem, was sie nicht berichten. Das bedeutet, dass wir gewissermaßen wortwörtlich in einer virtuellen Realität leben, wo immer es über das kleine Umfeld hinausgeht, das wir persönlich überblicken können. Es ist schwer, das zu akzeptieren, aber es ist dennoch falsch, das auch nur eine Sekunde lang zu vergessen, so verlockend dieses Vergessen für das eigene Ego und Gefühl, ein informierter Mensch zu sein, auch sein mag.

Wie auch in anderen Fällen, wovon der bekannteste wohl 9/11 ist, scheint die Taktik der Mörder und ihrer verdeckenden Helfershelfer aus Behörden und Medien aufzugehen: “Lasst die Verschwörungsspinner im Internet schreiben, was sie wollen, lasst sie Bücher veröffentlichen, die offizielle Theorien eindeutig widerlegen, lasst große Teile der Öffentlichkeit sogar überzeugt sein, dass sie dreist belogen wurden und … lasst es die meisten von ihnen nach ein paar Wochen der Aufregung einfach wieder vergessen. So sind sie nämlich: Leicht ablenkbar und mit Gedächtnissen wie Sieben ausgestattet.”

Verschwörer und eine gewisse Sorte Mörder müssen nämlich im Gegensatz zu üblichen “Privatmördern” ihre Lügenversionen nicht beweisen, sie müssen nicht einmal halbwegs glaubhaft lügen, sie können ohne weiteres krasse Fehler und Unmöglichkeiten veröffentlichen – es wird hingenommen. Ein Teil der Bevölkerung glaubt ihnen sowieso alles und schreit reflexhaft jeden als Verrückten nieder, der daran zweifelt, und der andere Teil, der ihnen nicht glaubt, schimpft oder recherchiert sogar eine Weile und geht dann irgendwann frustriert zur Tagesordnung über. Auch bei denen, die anfänglich großes Engagement bei den Versuchen aufbringen, eine neuerliche Untersuchung zu erzwingen, erlahmt dieses naturgemäß über kurz oder lang in der Resignation darüber, dass solche Ansinnen einfach wirkungslos abprallen – nicht an etwas, das einem wie eine Betonwand vorkommt, sondern an etwas, das einem wie ein Berg von erstickenden Kissen vorkommt.

Ich habe mich damals intensiv mit dem Fall Haider beschäftigt, und es war für mich das erste, aber nicht das letzte Mal, dass ich mir vorkam wie in einem dieser Albträume, in denen man schreien will, aber keine Stimme hat. Ich denke inzwischen, auch das ist beabsichtigt. Während die Schlafschafe ohnehin kein Problem darstellen, werden diejenigen, die versuchen, kein Schlafschaf zu sein, ungeheuer demoralisiert, und zwar dadurch, dass das zunächst auftretende Hochgefühl, etwas sehr Wichtiges und Skandalöses herausgefunden zu haben, einfach so gut wie niemanden interessiert, nicht nur seitens Presse oder Ermittlungsbehörden, sondern leider auch seitens Privatpersonen. Ich habe inzwischen gelernt, das Achselzucken und die glasigen Augen, die mich zunächst fassungslos und zornig machten, mit… einem Achselzucken … hinzunehmen und nicht in grenzenlose Verachtung gegenüber der Mehrheit meiner Mitmenschen zu verfallen. Leicht war das nicht, aber ich bin überzeugt, dass es richtig war, und es waren und sind fast ausschließlich Kontakte im Internet – vor allem auch hier – die dabei geholfen haben, damit klarzukommen. Früher oder später gibt man den Versuch, zu schreien auf, wenn man weiß, dass die Stimme nicht gehört wird. Abfinden kann ich mich aber immer noch nicht damit. Und ich glaube auch nicht, dass wir das tun sollten.

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Wer weiterlesen möchte ,kann dies gerne über folgenden Link tun :

http://deutschelobby.com/jorg-haider-ein-schlecht-vertuschter-mord/

Übertragen von Quelle : http://deutschelobby.com/jorg-haider-ein-schlecht-vertuschter-mord/

4 Antworten to “Jörg Haider…ein schlecht vertuschter Mord?”

  1. urpils666 10. Oktober 2013 um 08:43 #

    Reblogged this on The whole Truth – Die ganze Wahrheit.

  2. haunebu7 10. Oktober 2013 um 09:01 #

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

  3. bunzelmann 10. Oktober 2013 um 17:19 #

    Er wurde ja auch als der König der Herzen gehandelt. Vielen Dank für deinen Kommentar.Gruß

Trackbacks/Pingbacks

  1. Jörg Haider… ein schlecht vertuschter Mord? | Schnanky - 10. Oktober 2013

    […] tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte… weiterlesen (Quelle: 10.10.2013 – Ruf der […]

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