Sechs Fleischwunden in der NachtRentner wird in Pflegeheim von Ratten angefressen

7 Okt

In einem Altenheim in Schleswig-Holstein soll ein Patient von Ratten angefressen worden sein

Ein Seniorenheim in Großenbrode in Schleswig-Holstein ist zum Albtraum für einen 67-Jährigen geworden. Offenbar haben Ratten den dement kranken Mann während er schlief angefressen. Zuvor wurde der Rentner von Pflegern mit Medikamenten ruhig gestellt.
Ein an Demenz erkrankter Mann ist in einem Altersheim in Großenbrode offenbar von Ratten angefressen worden.Wie die „Bild“-Zeitung vom Montag berichtet, wachte der 67-jährige Peter S. am 2. September, einem Montag, mit blutigen Beinen auf. Zuvor soll der Mann mit dem Medikament Melneurin, ein Neuroleptikum, von Pflegern ruhig gestellt worden sein. Das erkläre, weshalb der Rentner die Beißattacke nachts nicht bemerkt habe.

Ingeborg S., die ihren Mann an dem Tag im Seniorenheim „Am Sund“ besuchen wollte, bekam dem Bericht zufolge einen Anruf vom Heim. „Ein Pfleger teilte mir mit, dass mein Mann von einer Maus angeknabbert wurde“, sagte die 61-Jährige gegenüber der „Bild“. „Ich ging sofort hin. Mein Mann weinte, war völlig aufgelöst.“ Ein Brief an den Hausarzt bestätigt: „frische blutige Wunden“, insgesamt sechs. Eine Wunde ist dem Bericht nach größer als ein Zwei-Euro-Stück. Nun sitzt der Mann im Rollstuhl.

Ehefrau wirft Klinik Versagen vor

Pfleger sollen im Zimmer von Peter S. tatsächlich eine Maus gefunden haben. Doch an eine Tat des kleinen Nagers wolle niemand so richtig glauben. Nach „Bild“-Informationen gehen die Ärzte in der Sana-Klinik in Oldenburg von einem größeren Tier wie einer Ratte aus. „Sie sagten mir, dass es eine Ratte gewesen sein muss, weil Mäuse sich Menschen so nicht nähern würden“, erzählte die Ehefrau dem Blatt. „Als ich das hörte, musste ich erst einmal selbst zum Arzt, ich war ganz zittrig.“ Ein Arzt hat der Zeitung gegenüber den Verdacht bestätigt.

Der Platz im Seniorenheim „Am Sund“ in Großenbrode (Schleswig Holstein) kostet 2300 Euro im Monat. Ingeborg S. zeigt sich in der „Bild“ fassungslos. „Die haben meinen Mann so mit Tabletten vollgepumpt, dass er sich nicht gegen die Tiere wehren konnte“, sagt sie. „Und auch sonst hat keiner etwas unternommen!“ Die Heimleitung wehrt sich gegen diesen Vorwurf. Chefin Monika Wulf sagte dem Blatt: Die Pfleger haben gleich am Morgen reagiert.“ Außerdem habe man den Fall sofort dem Gesundheitsamt gemeldet. Der Klinik zufolge könne so etwas schon mal passieren. „Wir sind hier auf dem Land …“
 

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