Vermittlerrolle für Deutschland in Syrien: Westerwelle weist Assads Vorschlag zurück

6 Okt

Syrien: Assads Krieg

Bashar al-Assad bringt im SPIEGEL-Interview Deutschland als möglichen Vermittler im Syrienkonflikt ins Gespräch. Außenminister Westerwelle lehnt den Vorschlag jedoch strikt ab – und rügt den Diktator dafür, dass er den Krieg in seinem Land herunterspielt.

Kunduz – Die Bundesregierung hat einen Vorschlag des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, Deutschland könne in dem Bürgerkriegsland eine Vermittlerrolle übernehmen, rigoros zurückgewiesen. Zudem kritisierte Außenminister Westerwelle den syrischen Machthaber scharf wegen dessen Äußerungen in einem SPIEGEL-Interview. „Leugnen und Abstreiten sind sicher nicht geeignet, einer friedlichen Lösung in Syrien den Boden zu bereiten“, sagte Außenminister Guido Westerwelle SPIEGEL ONLINE bei einem Truppenbesuch im nordafghanischen Kunduz. Die Lage sei viel zu ernst für solche Ausweichmanöver, so der Außenminister.

Westerwelle lehnte den Vorschlag Assads, der sich in dem SPIEGEL-Gespräch deutsche Vermittler in Damaskus gewünscht hatte, strikt ab. „Wir haben mit Lakhdar Brahimi einen Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, dessen Vermittlungsbemühungen für eine politische Lösung wir mit aller Kraft unterstützen“, so Westerwelle. Der Weg zu einer Lösung, so der Außenminister, führe über die seit langem angefachte Genfer Konferenz und Gesprächen der Bürgerkriegsparteien und nicht über einzelne Länder, die in den Konflikt eingreifen.

Assad hatte in dem SPIEGEL-Interview, das am Montag erscheint, eine deutsche Vermittlung für den Konflikt in Syrien ins Spiel gebracht. Wörtlich sagte der Präsident: „Ich würde mich freuen, wenn Gesandte aus Deutschland nach Damaskus kämen, um mit uns über die wahren Verhältnisse zu sprechen“. In anderen Passagen des Gesprächs stritt er eine Beteiligung seines Regimes an denChemiewaffenangriffen von Ende August erneut ab und bezichtige die Rebellen der Tat.

Seit vergangener Woche ist ein internationales Expertenteam in der syrischen Hauptstadt, das die Vernichtung von rund tausend Tonnen Chemiewaffen bis Mitte 2014 vorbereiten soll. Innerhalb der kommenden Woche hoffen die Experten, verschiedene relevante Orte besuchen zu können. Laut Uno hat das Team der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen von syrischen Behördenvertretern bereits Unterlagen über Assads Arsenal erhalten. Die Uno sprach von „vielversprechenden Erfolgen“.

Zu den beginnenden Chemiewaffeninspektionen sagte Assad SPIEGEL-Interview: „Wir sind transparent, die Experten dürfen zu jeder Anlage gehen. Sie werden alle Daten von uns bekommen.“ Bis zur Zerstörung seien die Chemiewaffen „sehr gut geschützt“.

Übertragen von Quelle : http://www.spiegel.de/politik/ausland/assad-im-spiegel-gespraech-westerwelle-lehnt-vermittlerrolle-ab-a-926302.html

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Sorry ,aber warum eigentlich nicht .Als es hieß, Deutschland beteiligt sich am Militärschlag gegen Assad , fiel die Entscheidung sehr schnell dafür .Aber nun hätten sie eine Chance friedlich etwas für diese Krise zu tun ,um noch weiter zu entschärfen,da geht Herr Westerwelle hin und verweigert?????Warum eigentlich ????

In diesem Sinne ….

Eine Antwort to “Vermittlerrolle für Deutschland in Syrien: Westerwelle weist Assads Vorschlag zurück”

  1. neuesdeutschesreich 6. Oktober 2013 um 14:21 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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