Von Bochum bis Waltrop: Eklatante Fehler bei der Stimmen-Zählung

25 Sep

  |  Veröffentlicht: 25.09.13, 02:05

An vielen Orten in Deutschland ist es zu Unstimmigkeiten bei der Wahl gekommen. Aus Bochum, Essen, Detmold, Meppen oder Waltrop werden teilweise groteske Irrläufer gemeldet. In Bochum mussten die Brief-Wähler erneut zur Wahl gerufen werden. Einige erreichte der Aufruf nicht – 600 Stimmen wanderten in den Müll. Eine korrekte Demokratie sieht anders aus.

Die Kameras vor dem Berliner Reichstag sind längst abgebaut. Ein paar Scheinwerfer sind jedoch noch nötig, um herauszufinden: Wo sind denn einige Stimmen geblieben? (Foto: dpa)

Die Kameras vor dem Berliner Reichstag sind längst abgebaut. Ein paar Scheinwerfer sind jedoch noch nötig, um herauszufinden: Wo sind denn einige Stimmen geblieben? (Foto: dpa)

Nach der Wahl am vergangenen Sonntag häuft sich Kritik an der Auszählung der Stimmen. Offenbar ist es deutschlandweit zu Unstimmigkeiten gekommen. Der Bundeswahlleiter hat über die Vorfälle keine Kenntnis (mehr hier).

Die Fälle sind zum Teil eklatant. Es ist schwer verständlich, dass eine einfache Rechenaufgabe nach dem Muster 1+1=2 im Deutschland des 21. Jahrhunderts offenbar nicht im Konsens gelöst werden kann.

(Hinweis der Redaktion: Bitte melden Sie uns Berichte über Fälle von Unregelmäßigkeiten, damit wir darüber berichten können. Wir vertreten die altmodische Auffassung, dass jede Stimme zählt. Hinweise bitte an info [at] deutsche-wirtschafts-nachrichten [dot] de)

Die bemerkenswertesten Fehl-Leistungen:

Detmold: 
In Detmold geht aus einem Kontrollschein hervor, dass die SPD nach Veröffentlichung des Ergebnisses plötzlich 194 Stimmen mehr hatte. Gezählt wurden zuvor 92, amtlich veröffentlicht 214. Ein Wahlbeobachter soll das Foto des Kontrollformulars selbst geschossen haben, anschließend wurde es auf Facebook veröffentlicht.

Bild eines Wahlkontrollformulars. Der Facebook-User Dennis Bottek hat das Bild auf seiner Seite veröffentlicht. (Foto:Facebook)

Bild eines Wahlkontrollformulars. Der Facebook-User Dennis Bottek hat das Bild auf seiner Seite veröffentlicht. (Foto:Facebook)

Hamburg:
Rund 100.000 Stimmen werden in Hamburg vermisst. 301.884 Brief-Wahlscheine wurden ausgegeben. Beim Ergebnis wurden jedoch nur 198.739 Scheine berücksichtigt, berichtet die CDU Hamburg in einer Pressemitteilung. Dabei wurde in Hamburg im Vorfeld von einem Briefwahlrekord gesprochen. Zu Abweichungen kam es wegen nicht zurück gekommener Briefwahlscheinen bei den vergangenen Wahlen nur in maximal 17.000 Fällen. Mit dem amtlichen Ergebnis liegt die Zahl der Briefwähler in Hamburg mit 15,5 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1994 (mehr zu dem spektakulären Fall von Hamburg hier).

In Hamburg sind die Stimmen tausender Briefwähler verschwunden. (Foto: flickr/ Awaya Legends CC BY 2.0)

In Hamburg sind die Stimmen tausender Briefwähler verschwunden. (Foto: flickr/ Awaya Legends CC BY 2.0)

Essen:
Zu einer Prüfung der Listen kommt es in einem Essener Wahlkreis bereits. In Essen-Süd hat der CDU-Kandidat nur mit drei Stimmen die SPD-Kandidatin Petra Hinz überholt. Die SPD fordert eine Nachzählung, da der „Stimmenunterschied im Bereich möglicher Fehlertoleranzen“ liegt, sagt der Essener SPD-Vorsitzende Peter Hilser derWAZ. Bis Mittwoch sollen zunächst die Listen geprüft werden, anschließend muss der Wahlausschuss entscheiden, ob nachgezählt wird.

Bochum:
In Bochum ist es nachweislich zu Fehlern gekommen. Briefwahlscheine des Wahlkreises Bochum I wurden an den Wahlkreis Bochum II verschickt. 600 Briefwahl-Erststimmen konnten nicht gezählt werden. Nachdem das Rathaus in Zusammenarbeit mit den Medien zu einer erneuten Wahl der Briefwähler aufgerufen hatte, meldeten sich 1.100 Bürger. 600 Stimmen blieben trotzdem aus. Die Rechtsamtsleiterin Ursula Beaupain sagt, dass das nicht weiter schlimm sei. Die Zahl sei ohnehin nicht „mandatsrelevant“.

70 Prozent der Zweitstimmen wurden in Bochum zunächst einfach für ungültig erklärt. (Foto: DWN)

70 Prozent der Zweitstimmen wurden in Bochum zunächst einfach für ungültig erklärt. (Foto: DWN)

Im Wahllokal an der Kirchschule in Bochum-Langendreer wurden sogar 71,26 Prozent der Zweitstimmen für ungültig erklärt. Dabei geht es um 491 von insgesamt 689 Stimmen. Einen Einfluss auf das Ergebnis hatte das allerdings in diesem Fall. Die Grünen waren mit 23,74 Prozent Wahlsieger. Darauf folgten die Linken mit 17,17 und die SPD mit 16,67 Prozent. Die CDU hatte so wenig Stimmen erhalten, dass sie nur unter „Sonstige“ auftraten. Das Ergebnis wurde am Montag berichtigt. Eine große Zahl der Zweitstimmen sei zunächst für ungültig erklärt worden, weil es Unstimmigkeiten gegeben habe, so Stadtsprecher Thomas Sprenger. Bei der Nachzählung am Montag veränderte sich das Ergebnis gravierend. Mit 35,80 Prozent wurde die SPD neuer Wahlsieger, die CDU folgt mit 22,93 Prozent der Stimmen, nur 1,89 Prozent sind ungültig.

Für die AfD war die Wahl am Sonntag besonders knapp ausgegangen. Auch hier berichten Medien von Unstimmigkeiten. In Meppen im Emsland seien 16 Zweitstimmen in einem Wahllokal nicht berücksichtigt worden, sagt die AfD-Direktkandidatin Martina Härting der Neuen Osnabrücker Zeitung. Bei einer Stichprobe durch einen AfD-Wahlbeobachter in einem Meppener Wahllokal sei das festgestellt worden.

Waltrop:
Am Montag musste das Wahlergebnis in Waltrop abgeändert werden. In einem Wahlkreis wurden Stimmen, die für die AfD abgegeben wurden, als Stimmen für die Republikaner gewertet. Damit erhielt die AfD statt 29 tatsächlich 71 Stimmen im Wahlkreis Benthaus-Büchner, berichtet die Waltroper Zeitung.

Facebook-Bericht über die AfD: 
Auf der offiziellen Facebook-Seite der AfD meldete sich ein User mit einemBericht eines Augenzeugen aus einem unbekannten Ort. Es sei im Ergebnis angegeben worden, dass es keine Stimmen für die AfD gegeben habe. 65 Personen hätten sich allerdings zusammengetan und bestätigt, dass sie die AfD gewählt hätten. Um welchen Wahlbezirk es sich dabei handelt, erwähnt der Bericht nicht.

Auf Facebook wird ein Augenzeuge zitiert, der von verschwundenen AfD-Stimmen berichtet. (Screenshot Facebook)

Auf Facebook wird ein Augenzeuge zitiert, der von verschwundenen AfD-Stimmen berichtet. (Screenshot Facebook)

Übertragen von Quelle : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/25/von-bochum-bis-waltrop-eklatante-fehler-bei-der-stimmen-zaehlung/

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Es häufen sich immer mehr die Pannen und Pleiten der vergangenen Wahl.Ich bin mal gespannt,ob unsere Politiker das stillschweigend hinnehmen  oder ob seitens der Regierung auf jenes eingegangen wird.Denn da muss es Neuwahlen geben.

In diesem Sinne ….

5 Antworten to “Von Bochum bis Waltrop: Eklatante Fehler bei der Stimmen-Zählung”

  1. urpils666 25. September 2013 um 08:50 #

    Reblogged this on The whole Truth – Die ganze Wahrheit.

  2. volksbetrugpunktnet 25. September 2013 um 14:25 #

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  3. Rainer 25. September 2013 um 16:27 #

    Diese massive Anhäufung von Fehlern und falschen Auszählungen etc lässt sich recht einfach erklären. Die Menschen wurden bereits so weit verdummt von den Regierungen, dass selbst das einfachste Auszählen nur noch mit einer 15 ! seitigen Anleitung möglich ist, sofern die Wahlhelfer diese überhaupt erhalten. Die Organisatoren hielten es ja nicht einmal für nötig, allen Wahlhelfern die Kontaktdaten der Wahlvorsteher zu geben. Zumindestens war das hier so.

    Deutschland kann man nun offiziell als Bananenrepublik bezeichnen. Problemlose Wahlen sehen anders aus – ganz anders.

    Man muss sich mal überlegen, dass es bei den 16 fehlenden Stimmen für die AfD nur um eine Stichprobe ging.
    Aus wissenschaftlicher Sicht sind weitere Stichproben nun notwendig und sollten diese ähnlich ausfallen, ist das Ergebnis dieser Wahl anzuzweifeln.
    Zur Anmerkung: In einem Stimmbezirk mit 600 Wahlberechtigten sind 6 Stimmen ein Prozent und selbst 3 Stimmen bereits ein halbes Prozent.
    Hinsichtlich der Ergebnisse von AfD und FDP ist dies bedenklich. Daher verstehe ich nicht, wieso von FDP Seite aus keine Bedenken laut werden, wenn sich solche Häufungen von Problemen bei Auszählung und Vorbereitung auftun.

    • Rainer Sebald 26. September 2013 um 15:58 #

      Vielleicht wünscht das weiße Haus die FDP nicht mehr in der US Kolonie Verwaltung Deutschland.Das der AfD nicht rein kommt ,konnte man ja vorher sich schon an 5 Fingern abzählen.Mein jemand ernsthaft die USA schauen tatenlos zu und bringen den Zeitplan für Neue Weltordnung in Gefahr.
      Die Kononalverwaltung der „Wahl 2013“ fürchte ich wird die letzte sein.Jetzt geht im Laufschritt in die Sklaverei der NWO.Die Leute werden erst wach wenn es zu spät ist und die „Neuen Herren“ mit Panzern über die aufgebrachten Massen fahren und Menschen hingerichtet werden,die für eine gerechte Welt sich einsetzten wollen.Wer es nicht glaubt schaue einmal in die Lissaboner Vertrag.
      Aber für meine Zeitgenossen ist ja die nächste Party oder Fußball wichtiger als für den Erhalt unserer Freiheit zu kämpfen…

      • bunzelmann 26. September 2013 um 17:49 #

        Hallo Rainer, ich danke dir für deinen Kommentar.Du glaubst gar nicht,wie sehr du mir aus der Seele sprichst.Es tut gut zu wissen,das es da draußen Menschen wie dich gibt ,denn das zeigt einem das man mit seinem Denken nicht falsch liegen kann .Danke dir.Gruß

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