Ehelosigkeit von Priestern Katholiken denken über Ende des Zölibats nach

20 Sep

Aktualisiert am Donnerstag, 19.09.2013, 11:19

In der katholischen Kirche denken immer mehr führende Köpfe über das Ende eines Zölibats nach

n der katholischen Kirche denken immer mehr führende Köpfe über das Ende eines Zölibats nach.

Wird es bald verheiratete Priester geben? Der deutsche Kardinal Lehmann und der künftige Kardinalstaatssekretär in Rom, Parolin, haben laut über ein Ende des Zölibats nachgedacht. Nun hat sich ein weiterer prominenter Katholik zu Wort gemeldet.
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, fordert eine „grundlegende Debatte“ über das Thema Zölibat. „Das Zölibat hat bleibend seinen besonderen Wert. Aber in vielen Teilen der Weltkirche, nicht nur in Deutschland, wird wegen der Situation in der Seelsorge seit langem darüber gesprochen, dass zölibatäres Leben nicht mehr zwingende Voraussetzung für die Priesterweihe sein soll“, sagte Glück der „Passauer Neuen Presse“ von Donnerstag.Ein erster Schritt zu einer Neuregelung wäre laut Glück, „bewährten verheirateten Diakonen den Weg zur Priesterweihe zu eröffnen“. „Mit diesem Modell könnten wir Erfahrungen sammeln. Ihnen sollte ermöglicht werden, sich zum Priester weihen zu lassen und die Sakramente zu spenden und der Eucharistiefeier vorzustehen.“

Parolin: Ehelosigkeit „kein Dogma“

Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hatte Anfang der Woche in einem Interview erklärt, er könne sich vorstellen, dass es in der katholischen Kirche in Zukunft auch verheiratete Priester geben werde. Ähnlich äußerte sich vor Kurzem der künftige Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin,die neue Nummer zwei im Vatikan nach Papst Franziskus. Die Ehelosigkeit von Priestern sei kein Dogma, sondern eine kirchliche Disziplin, über die diskutiert werden könne.Diese Äußerungen waren ein Signal, dass solche Fragen nun in Rom nicht mehr tabuisiert werden“, sagte Glück dazu. „Papst Franziskus ist der Wegbereiter für eine angstfreie Kommunikation in der Kirche“, fügte er mit Blick auf das Agieren des Pontifex auch bei anderen Themen hinzu.

Glück: „Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden“

Glück begrüßt zudem die Initiative von Kardinal Lehmann für einen neuen Umgang der Kirche mit Homosexualität. „Es ist an der Zeit, dass alle Teile der Kirche endlich realisieren, was schon im Weltkatechismus steht: Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden“, forderte der ZdK-Präsident. „Für die Kirche ist der Umgang mit Homosexualität eine Frage der Glaubwürdigkeit.“ Homosexualität sei Teil der Realität, auch in geistlichen Berufen, sagte Glück. „Es gibt kein überzeugendes Argument, Homosexualität geringer zu bewerten. Hier benötigen wird ein echtes Umdenken in der Kirche.“

Eine Antwort to “Ehelosigkeit von Priestern Katholiken denken über Ende des Zölibats nach”

  1. neuesdeutschesreich 20. September 2013 um 22:48 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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