Nexus-Interview mit Douglas Dietrich: Die Wahrheit über die letzten 70 Jahre

19 Sep

Die Sieger schreiben Geschichte, indem sie Fakten verschwinden lassen, die nicht mehr ins Bild passen. Douglas Dietrich war Bibliothekar des US-Verteidigungsministeriums, zuständig für die Vernichtung brisanter Akten in der Presidio Militärbasis in San Francisco. Jetzt öffnet er seine Notizen und gibt damit erstaunliche Einblicke in die vertuschte Vergangenheit Amerikas und der Welt. Im Interview mit Thomas Kirschner enthüllt Douglas Dietrich die verborgene Geschichte des Zweiten Weltkriegs – unter anderem, dass Deutschland und Japan die ersten Staaten waren, die Atombomben bauten … und sie auch einsetzten.

Thomas Kirschner (TK): Wie kam es, dass Sie schon in jungen Jahren mit der Vernichtung geheimer Militärakten betraut waren?

Douglas Dietrich (DD): In der Highschool wollte ich eine Berufsausbildung machen und besuchte daher einen Elektronikkurs, aber unsere Lehrer waren total rückwärtsgewandt. Sie waren ehemalige Ingenieure der US Navy und erzählten dauernd was von Vakuumröhren und darüber, dass Computer immer größer werden und irgendwann ganze Häuserblocks füllen würden. Das war ziemlich lächerlich – so, als wäre man in dem Sciencefiction-Film Brazil eingesperrt …

Auf jeden Fall stieg ich dann auf eine Ausbildung in gewerblicher Illustration um. Während meiner Zeit an dieser Schule arbeitete dort eine albanische Sekretärin, die nebenbei fürs Verteidigungsministerium bei Radio Free Europe in den USA tätig war, von wo aus Sendungen hinter den Eisernen Vorhang, nach Albanien, ausgestrahlt wurden. Dank dieser Frau wusste ich, dass die Bibliothek des Verteidigungsministeriums für den Militärstützpunkt Presidio in San Francisco einen Bibliotheksassistenten suchte.

Da mein Vater Militärangehöriger war, hatte ich als direkter Verwandter gewisse Privilegien, darunter auch einen Zugang zum Presidio-Stützpunkt, wo ich zum Beispiel in den PX-Läden einkaufen konnte. Also bekam ich auch den Job in der Bibliothek, wo ich mit 16 Jahren anfing, Bücher in die Regale einzuschlichten. Und dabei erfuhr ich nach und nach immer mehr. Die meisten Menschen auf der Welt oder auch in den USA wissen nicht, dass die „Top Secret“-Freigabe eigentlich die niedrigste Sicherheitsfreigabe der Vereinigten Staaten ist. Darüber gibt es jede Menge durch Zahlen und Buchstaben gekennzeichnete Freigaben. Der amerikanische Präsident hat einen relativ niedrigen Zugang, weil er das Land nur vier bis acht Jahre anführt; es gibt etliche Leute, die mehr erfahren dürfen als er …

TK: Wie lauten denn beispielsweise andere Sicherheitsfreigaben?

DD: Das sind nur Zahlen und Buchstaben, ohne besondere Bedeutung – Kennzeichnungen wie A7 oder B9. Wenn man in einer bestimmten Kategorie ist, bekommt man Zugang zu immer geheimeren Geheimnissen. Das US-Verteidigungsministerium ist eine zivile Organisation, obwohl es gemeinsam mit dem Präsidenten das Militär leitet. Und ich arbeitete als Zivilperson auf einem Militärstützpunkt – noch dazu auf einem besonders bedeutenden, weil in Presidio die Vereinten Nationen gegründet wurden, nur drei Wochen und drei Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Präsident Roosevelt rief die UN mit ihren ursprünglich fünf Ratsmitgliedern – darunter auch Nationalchina – ins Leben. Das ist deswegen wichtig, weil ich in Taiwan zur Welt gekommen bin, wo sich Nationalchina nach Entstehung der Volksrepublik praktisch neu gründete.

TK: Aber Sie sind amerikanischer Bürger, oder nicht?

DD: Richtig. Ich wurde zwar in Taiwan geboren, aber mein Vater gehörte dem US-Militär an, also war ich automatisch amerikanischer Staatsbürger. Und da ich Sohn eines US-Soldaten war, mit allen Privilegien, durfte ich auch für die Regierung arbeiten. Als normaler Einwanderer hätte ich damit Probleme gehabt. Eine meiner Hauptaufgaben als Militärbibliothekar war Aktenvernichtung – und bei dem, was ich da sah, begann ich mich auch sehr für Geschichte zu interessieren.

Das liegt natürlich auch daran, dass meine Mutter Asiatin war und dass Asiaten in den USA lange Zeit als feindliche Ausländer galten. Amerikaner können Japaner, Chinesen, Vietnamesen, Taiwaner und Koreaner nicht auseinanderhalten; für sie sehen Asiaten alle gleich aus. Die US-Regierung erklärte alle Menschen aus dem Asien-Pazifik-Raum, sowohl von den Inseln als auch vom Festland, zu feindlichen Ausländern, die ein GI nicht heiraten durfte. Das änderte sich erst, als am 8. September 1951 der Friedensvertrag zwischen den Allierten und Japan unterzeichnet wurde und mehrere tausend Menschen – Offiziere und einfache Soldaten, die im Ausland asiatische Frauen heiraten wollten – eine Sammelklage gegen das Militär einreichten. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigen Staaten hob diese Bestimmung dann als verfassungwidrig auf.

Bis zum Abschluss des Friedensvertrags befanden sich Japan und die Vereinigten Staaten im Kriegszustand; im Falle Deutschlands dauerte der noch um einiges länger an. Die Vereinten Nationen, gegründet im Militärstützpunkt Presidio, waren also eine Kriegsorganisation. In Artikel 42 ihrer Charta – also dem Dokument, das sie statt einer Verfassung haben – ist eindeutig festgehalten, dass sie eine Kriegsorganisation sind, die die Einsätze aller Partisanen- oder Widerstandsarmeen in den von den Achsenmächten besetzten Ländern koordinieren soll. Widerstandskämpfer, die irgendwo zwischen Dänemark und den Philippinen gegen die Achsenmächte kämpften, sollten von den Vereinten Nationen koordiniert und mit Nachschub versorgt werden.

Sowohl der Zweite Weltkrieg als auch die Atlantikschlacht und der Pazifikkrieg waren Teil der UN-Kriegsanstrengungen gegen die Achsenmächte. Der Presidio-Stützpunkt war das Kommandozentrum des Westens, von dem aus alle amerikanischen Aktivitäten im Pazifikkrieg geleitet wurden, ebenso wie im Krieg auf den Philippinen, im Vietnam- und Koreakrieg oder in den südamerikanischen Staaten, die am Pazifik liegen. Der Militärstützpunkt Presidio war so etwas wie das Pentagon der Vereinten Nationen. Als die Feindseligkeiten 1945 ein Ende hatten, wurden die UN als Friedensorganisation etabliert, mit einer Friedensniederlassung in New York, aber der militärische Arm der UN war lange vorher in San Francisco eingerichtet worden und sollte auch noch viele Jahre dort bleiben.

Aus diesem Grund hatte ich bei meiner Arbeit viel mit den Militärdokumenten der Vereinten Nationen zu tun, was meine Weltsicht entscheidend verändert hat. Man kann das übrigens alles leicht im Internet nachprüfen – es gibt beispielsweise eine UN-Kriegsflagge, die unter dem Namen „United Nations Honor Flag“ (UN-Ehrenflagge) bekannt ist und einfach aus vier roten Streifen auf weißem Grund besteht; die Streifen sollen die „vier Freiheiten“ von Franklin Roosevelt repräsentieren. Die Flagge war bis 1948 oder 1949 im Einsatz, je nach Internet-Quelle. Manche glauben auch, dass sie bis kurz vor dem Friedensschluss zwischen Japan und Amerika im Einsatz war, weil die UN bis dahin ja noch im Krieg mit Japan standen.

Wer weiterlesen möchte,kann das gerne über folgenden Link tun :

http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/nexus-interview-mit-douglas-dietrich-die-wahrheit-ueber-die-letzten-70-jahre

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Ich möchte noch kurz einen Auszug von Seite 2 hervorheben :

TK: Wirklich? In Deutschland heißt es immer wieder, es gebe gar keinen Friedensvertrag!

DD: Interessant. Aber das betrifft wahrscheinlich nur das Dritte Reich. Die meisten Leute wissen nicht, dass das Dritte Reich als Exilregierung gilt, so ähnlich wie die Republik China auf Taiwan, die sich selbst als rechtmäßige Regierung von ganz Festlandchina sieht – oder das zumindest bis vor Kurzem tat, weil jetzt langsam eine neue Generation ans Ruder kommt, die einfach nur als unabhängige Republik anerkannt werden will. Und Ähnliches gilt auch für die Exilregierung des Dritten Reichs.

TK: Das klingt so, als würde das Dritte Reich nach wie vor existieren …

DD: Tut es auch. In den USA haben wir zum Beispiel eine ganze Menge Steuern, die mit der Führung des Zweiten Weltkriegs zu tun haben. Diese Steuern werden bis heute eingehoben, auf unseren Telefonrechnungen zum Beispiel sind sie als „Bundessteuern“ gekennzeichnet. Jeder amerikanische Staatsbürger zahlt Monat für Monat dafür, dass der Zweite Weltkrieg weitergeführt wird.

TK: Damit man die Überbleibsel des Dritten Reichs verfolgen kann?

DD: Abgesehen davon, dass es sich beim Dritten Reich nicht um „Überbleibsel“ handelt; das wäre so, als würde man Nationalchina als „Überbleibsel“ oder eine Restregierung bezeichnen. Taiwan wird gern unterschätzt, vor allem von ahnungslosen Amerikanern, die keine Ahnung haben, wie mächtig es in Wahrheit ist. Ein überwiegender Teil der Computer-Hardware für die ganze Welt wird dort hergestellt. Taiwan hatte mit seinen nur 25 Millionen Einwohnern eine Wirtschaft, die von den Anfängen in den 1950er Jahren bis in die 80er buchstäblich zehnmal bessere Wachstumszahlen aufwies als die von Festlandchina. Die gebildete, wohlhabende Elite ist auf diese Insel ausgewandert und hat dort von vorne angefangen. Deswegen hatte Taiwan global eine viel größere wirtschaftliche und technische Bedeutung als die Festlandchinesen, die erst vor wenigen Jahren aufholten.

Was nun die Exilregierung des Dritten Reichs betrifft, dürfte es sich ganz ähnlich verhalten: Ich weiß von einigen technischen und wirtschaftlichen Bereichen, in denen das Dritte Reich im Exil viel bedeutender ist – oder wenigstens bis vor kurzem war – als die beiden deutschen Staaten in Europa.

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Übertragen von Quelle  : http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/nexus-interview-mit-douglas-dietrich-die-wahrheit-ueber-die-letzten-70-jahre

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Für alle die sich für die Zusammenhänge der letzten 70 Jahre interessieren,kann ich ein weiterlesen nur empfehlen.Auch wenn es einiges an zeit kostet,diesen Bericht bis zum Ende durch zu lesen,wird sich diese investierte Zeit lohnen.

In diesem Sinne ….

Eine Antwort to “Nexus-Interview mit Douglas Dietrich: Die Wahrheit über die letzten 70 Jahre”

  1. neuesdeutschesreich 19. September 2013 um 16:31 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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