Kurz vor der Invasion Syrische Rebellen sind gegen Eingreifen der USA

9 Sep

DAMASKUS – Islamistische Rebellengruppen äusserten sich gegen einen Militäreinsatz der USA in Syrien. Das Statement unterstreicht, wie tief gespalten Syriens Opposition ist.

Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo.

(Reuters)

Die führende radikale Islamisten-Gruppierung in Nordsyrien warnte ihre Anhänger in einer Erklärung auf Facebook davor, die geplante US-Intervention zu unterstützen.

Mit dem Angriff würden nur amerikanische Interessen verfolgt und nicht jene derer, die den Sturz von Präsident Baschar al-Assad herbeisehnen, zitiert die «Washington Post» die Rebellen.

Viele Oppositionsgruppen, darunter die Freie Syrische Armee, hoffen, ein Einsatz der USA würde der den Sturz des syrischen Regimes beschleunigen.

Jetzt werden aus den eigenen Reihen ganz andere Stimmen laut. So veröffentlichten ein paar kleinere islamistische Gruppen gemeinsam ein Video, in dem sie den drohenden Eingriff der Obama-Regierung gänzlich verurteilen.

«Wir lehnen eine militärische Intervention des Westens in Syrien ab und halten es für einen neuen Angriff gegen Muslime», sagten die Rebellen, die sich als Vertreter von acht «Dschihad-Brigaden» zu erkennen gaben.

Extremisten befürchten das Ziel zu sein

Die Aussagen der islamistischen Rebellen unterstreichen, wie gespalten die Opposition in Syrien ist. In den vergangenen zwei Jahren entstanden Hunderte kleine Rebellengruppen, die sich zusammenschlossen, wieder aufspalteten und neue Allianzen bildeten.

Der Oberste Militärrat, der nach eigenen Angaben die Mehrheit der Einheiten der moderaten Freie Syrische Armee repräsentiert, forderte seit langem Unterstützung des Westens und begrüsste deshalb auch Obamas Angriffspläne.

Dem stehen extremistische Gruppen wie die der Dschabhat al-Nusra entgegen, die befürchten, dass sie das eigentliche Ziel der Amerikaner sind.

Die wichtigsten Gegner Assads im Überblick

  • Nationale Koalition der Syrischen Opposition: Ein Zusammenschluss der wichtigsten syrischen Oppositionsgruppen und das Ergebnis einer Einmischung von aussen – Golfaraber, Amerikaner und Europäer schlossen die vielen Kleingruppen im November 2012 zur Nationalen Koalition zusammen. In Syrien fehlt ihr der Rückhalt.
  • Die Muslimbrüder: Im Syrien der Assad-Dynastie müssen bekennende Muslimbrüder schon seit 30 Jahren mit der Todesstrafe rechnen. Viele Mitglieder leben im Ausland, etwa der Türkei. Sie bilden mit Säkularen und einigen Christen zusammen einen Teil der Nationalen Koalition. Milizen haben sie nicht.
  • Die Kurden: Viele der rund 2,5 Millionen Kurden in Syrien fürchten um ihr Leben, denn auch ihr Gebiet ist umkämpft. Die stärksten kurdischen Milizen sind unter Kontrolle eines Ablegers der Partei PKK – der PYD. Sie liefert sich lokale Gefechte mit der Freien Syrischen Armee.
  • Freie Syrische Armee (FSA): Entstand im Sommer 2011 als Vereinigung von Desserteuren der syrischen Armee. Erklärtes Ziel war damals der Schutz der Zivilbevölkerung und der Sturz Baschar al-Assads. Die FSA wuchs beachtlich, islamistische Töne schlichen sich ein. Heute umfasst sie mehrere Zehntausend Kämpfer, die teils gegen die Dschihadisten kämpfen, teils mit ihnen kooperieren.
  • Ahrar al-Scham/Suqur al-Schain: Eine Reihe politischer Gefangener, die im Mai 2011 aus syrischen Regierungsgefängnissen frei kamen. Darunter auch islamistische Hardliner. Sie ist eine der mächtigsten Fraktionen im Bürgerkrieg  geworden, hatte zuletzt starken Zulauf, zirka 20’000 Kämpfer und gute Ausrüstung.
  • Dschabhat al-Nusra (DN): Die dschihadistische Gruppe denkt in religiösen Kategorien, nicht in politischen. Die «Front» will mit dem Sturz Assads einen Islamstaat schaffen. Ihre Methoden sind unter anderem Sprengsätze und  Selbstmordattentate. Ihr Chef unterstellt sich direkt dem Al-Kaida Chef und ist ein grosses Problem für die Zukunft der gesamten Region.
    Quelle: Zeit.de

Übertragen von Quelle :http://www.blick.ch/news/ausland/syrische-rebellen-sind-gegen-eingreifen-der-usa-id2434160.html

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Also nun mal ehrlich, was denn nun.Erst regen sich die Rebellen darüber auf,das die westlichen Nationen nicht eingreifen und nun wollen sie es nicht?

In diesem Sinne …

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