Deutschland: Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu

7 Sep

  |  07.09.13, 04:01

Eine Studie des IMK kommt zu dem Schluss, dass die Einkommensunterschiede seit der Wiedervereinigung stark angestiegen sind. Die Zahl der Beschäftigten auf Teilzeitbasis oder in Zeitarbeit stiegt seit 1991 . Die Zahl der Mini-Jobber nahm rapide zu. Die Folgen sind Altersarmut und Überschuldung.

Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt seit 20 Jahren kontinuierlich zu. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Grund dafür ist die ungerechte Besteuerung und die "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes". (Flickr/dirk.olbertz)

Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt seit 20 Jahren kontinuierlich zu. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Grund dafür ist die ungerechte Besteuerung und die “Flexibilisierung des Arbeitsmarktes”. (Flickr/dirk.olbertz)

Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich seit der Wiedervereinigung stark vergrößert. Zu diesem Schluss kommen die Autoren Kai Daniel Schmidt und Ulrike Stein vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in ihrer jüngsten Studie. Demnach stieg die Zahl der Teilzeitkräfte, Zeitarbeiter und Mini-Jobber kontinuierlich an. Das könnte katastrophale Folgen für die Gesellschaft haben: Die Forscher warnen eindringlich vor Altersarmut und Überschuldung.

Die Studie basiert auf der Auswertung von Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das DIW befragt jährlich mehrere Tausend Haushalte in Deutschland nach ihrer Einkommenssituation. Zuletzt nahmen daran etwa 12.000 Haushalte teil. Die Autoren der Studie fokussieren sich in ihrer Analyse auf den Zeitraum von 1991 bis 2010. Sie versuchen dabei die treibenden Faktoren für die steigende Ungleichheit der Einkommen auszumachen.

Ihre Schlussfolgerung lautet, dass die Ungleichheit der Haushaltsnettoeinkommen in besagtem Zeitraum um 13 Prozent zugenommen hat. Als Gründe dafür führen die Autoren den Anstieg von Mini-Jobs, Teilzeit- und Zeitarbeit an. Die sogenannte „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ in Form der Agenda 2010 hat diesen Trend noch einmal verschärft.

Zeitgleich sind die Kapitaleinkommen gestiegen. Davon wiederum profitierten nur Wohlhabende, die es sich leisten konnten in Finanzprodukte zu investieren. Einen weiteren Grund für die steigende Ungleichheit sehen die Autoren im Steuersystem. Die beschlossenen Steuersenkungen hätten vor allem höhere Einkommen und Vermögen entlastet. Während der Spitzensteuersatz im Zeitraum zwischen 1991 und 2010 um elf Prozent gesenkt wurde, wurde der niedrigste Steuersatz lediglich um fünf Prozentpunkte verringert. Darüber hinaus wurde die Vermögenssteuer im Jahr 1997 gänzlich abgeschafft und Kapitalgewinne immer geringer besteuert. Schließlich hat die Mehrwertsteuer-Erhöhung von 2007 einkommensschwache Haushalte deutlich stärker getroffen als Haushalte aus den höheren Einkommensschichten.

Auch die von der Bundesregierung viel beschworene Rekordbeschäftigung ändert nichts an der Lage der einkommensschwachen Haushalte. Denn die ist auf den Anstieg des Niedriglohnsektors zurückzuführen (mehr hier). Die Menschen sind zwar vermehrt in Lohn und Brot, arbeiten im Schnitt aber weniger Stunden als früher oder in kurzzeitig befristeten Arbeitsverhältnissen. Zudem verdienen sie schlechter als 1991. Die Reallöhne in Deutschland sinken seit 20 Jahren, während die stetige Inflation und die Währungsreform von 2001 das Einkommen der Haushalte spürbar schmälerten.

Die Rekord-Beschäftigung wurde also teuer erkauft.

Auf diesen Trend weisen Ökonomen seit geraumer Zeit hin, denn er birgt gesellschaftlichen Sprengstoff. Auch die Autoren der Studie verweisen auf die erhöhte Gefahr der Überschuldung von einkommensschwachen Haushalten. Dadurch seien sie im höheren Alter auf die Hilfe der Sozialsysteme angewiesen oder dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt. Ob die Sozialsysteme diese Mehrbelastung jedoch verkraften, darf bezweifelt werden. Denn es müssen sich auch noch genügend gut bezahlte Arbeitnehmer finden, die die Sozialkassen füllen und die Steuerlast tragen.

Indes kann sich das obere Prozent der Bevölkerung zurücklehnen und das Geld für sich arbeiten lassen.

Doch Geld arbeitet nicht.

Jemand muss dafür arbeiten.

Und das ist vor allem die stetig schrumpfende Mittelschicht (hier). Sie muss die Transferleistungen an die zunehmend Armen leisten, die Steuerkassen des Staates füllen und die leistungslosen Zinszahlungen der Reichen bedienen. Dabei sieht sie sich mit steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen und höheren Mieten konfrontiert (hier). Noch trägt sie diese Entwicklungen, doch wie lange noch ist ungewiss.

Und so geht die Umverteilung von Fleißig nach Reich weiter, während immer mehr Menschen in Deutschland verarmen.

Übernommen von Quelle :http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/07/deutschland-kluft-zwischen-arm-und-reich-nimmt-zu/

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Gerade jetzt in er heißen Phase der Wahl in 2013 sollte man sich die absolute Realität immer vor Augen halten.Während dem deutschen Volk eingeflüstert wird,das es Deutschland super geht und uns wilde Versprechungen gemacht werden,kommt plötzlich dieser Bericht an die Öffentlichkeit.Das Traurige daran ist,das diese Nachricht kaum wahrgenommen wird oder schlimmer noch mit einem Achselzucken weg gewischt wird.Ganz Nach dem Motto „Was geht mich das an“.

Genau das ist es ,was mich wütend macht.Denn es geht jeden etwas an.Mein vorangegangener Bericht bezüglich des Beschlusses des G20-Gipfels,hat klar und deutlich aufgezeigt,das das Problem Armut bald Jeden ergreifen wird,ob er es will oder nicht.Da leider die Menschen nicht wach werden (bis auf wenige).wird alles so kommen wie die NWO für uns vorgesehen hat .Glaubt mal nicht das unsere Politiker an dem Schicksal eines Volkes interessiert sind.Wenn die ein Volk oder ein Land interessiert so ist es Israel und nicht wir.Wir sind nur Sklaven ,die fleißig wie Bienchen emsig durch die Gegend flattern,um den Reichtum der Königin -Israel zu mehren.

Ihr hab in der Hand.

In diesem Sinne ….

Eine Antwort to “Deutschland: Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu”

  1. neuesdeutschesreich 7. September 2013 um 22:29 #

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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