Wie ein Besessener – Winston Churchills schockierende Anwendung chemischer Waffen

5 Sep

POLITICS Churchill/Filer

Es ist der Hass und die Sehnsucht nach dem endgültigen, vernichtenden Schlag gegen Deutschland, die Churchill schon lange vor Hitlers Machtergreifung umtreibt.

Von Anfang an habe Churchill auf einen langen Krieg gesetzt:

„Er war derjenige, der mit der systematischen Bombardierung der Städte begann und diese systematisch weitertrieb. Als er im Juni 1940 Premierminister wurde, tat er sofort zwei Dinge: Er ließ die Deutschen in Großbritannien internieren und unter ihnen waren viele Juden. Und er befahl die Bombardierung des Ruhrgebiets.“ (Quelle: Nicholson Baker: Menschenrauch – Wie der zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete)

In seinem 1929 veröffentlichten Werk „The Aftermath“ über die Geschichte des Ersten Weltkrieges berichtete Churchill über die neue Strategie seiner Kriegsführung: 

“…Es wurde planmäßig und teilweise erfolgreich der Versuch unternommen, ganze Nationen durch Aushungern zu besiegen…“

“…Hätten die Deutschen noch bis ins Jahr 1919 weitergekämpft, schrieb er, hätte „extrem giftiges Gas“ jeden Widerstand beendet. „Tausende Flugzeuge hätten ihre Städte zerstört.“

Anmerkung: Zur Churchill-Story passt es wunderbar, dass es die Engländer waren, die Gas an Syrien verkauft haben.

Winston Churchills schockierende Anwendung chemischer Waffen

Original: Winston Churchill’s Shocking Use of Chemical Weapons“, geschrieben von Giles Milton, übersetzt von Einar Schlereth.

Die Geheimhaltung hatte höchste Priorität. Englands imperialer Generalstab wusste, es würde einen Aufschrei geben, wenn herauskäme, dass die Regierung beabsichtigte, ein geheimes Lager an chemischen Waffen einzusetzen. Aber Winston Churchill, damals Verteidigungminister, schob die Einwände beiseite. Er war, als langjähriger Verteidiger chemischer Kriegführung, entschlossen, sie gegen die russischen Bolschewiken anzuwenden. Im Sommer 1919, 94 Jahre vor dem verheerenden Zwischenfall in Syrien, plante er einen andauernden chemischen Angriff auf Nord-Russland und führte ihn auch aus.

Den Briten war der Einsatz von chemischen Waffen nicht fremd. Während der dritten Schlacht um Gaza 1917 hatte General Edmund Allenby 10000 Kanister mit einem Erstickungsgas abgefeuert, mit begrenztem Ergebnis. Aber in den letzten Monaten des 1. Weltkrieges entwickelten Wissenschaftler im Regierungseigenen Laboratorium in Porton in Wiltshire eine weit verheerendere Waffe: das supergeheime „M Device“, eine explodierende Granate mit einem extrem giftigen Gas, genannt Diphenylaminechloroarsine. Der Verantwortliche für die Entwicklung war Generalmajor Charles Foulkes, der es „die effektivste jemals entwickelte chemische Waffe nannte“.

Versuche in Porton zeigten, dass es in der Tat eine furchtbare neue Waffe war. Unkontrolliertes Erbrechen, Bluthusten und sofortige, lähmende Müdigkeit waren die üblichsten Reaktionen. Oberster Chef der Chemischen Kriegsproduktion, Sir Keith Price, war überzeugt, seine Anwendung würde zum schnellen Zusammenbruch des bolschewistischen System führen. „Bei nur einmaliger Anwendung werdet ihr keine Bolschies mehr auf dieser Seite von Vologda finden.“

Das Kabinett war gegen die Verwendung solcher Waffen, was Churchill irritierte. Er wollte ‘M Device’ auch gegen die rebellischen Stämme in Nord-Indien einsetzen. „Ich bin sehr für den Einsatz von Giftgas gegen unzivilisierte Stämme,“erklärte er in einem geheimen Memorandum. 

Er kritisierte seine Kollegen wegen ihrer „Zimperlichkeit“ und erklärte, dass „die Einwände des India Office gegen die Verwendung des Gases gegen Eingeborene unvernünftig sind. Gas ist gnädiger als die hochexplosiven Granaten, und zwingt den Feind, eine Entscheidung zu aktzeptieren mit weniger Verlusten an Leben als mit jedem anderen Kriegsmittel.“

Er beendete sein Memo mit einer deplazierten Bemerkung von schwarzem Humor: „Warum ist es nicht fair für einen englischen Artilleristen, eine Granate abzufeuern, die den Eingeborenen zum Niesen bringt?“ fragte er. „Das ist wirklich zu dumm.“

Atemberaubende 50 000 Giftgasgranaten wurden nach Russland verschifft. Die britischen Luftangriffe damit begannen am 27. August 1919 gegen das Dorf Emtsa, 120 Meilen südlich von Arkhangelsk. Man sah die bolschewistischen Soldaten in Panik fliehen, um der grünen Gaswolke, die auf sie zukam, zu entkommen. Jene, die von der Wolke eingeholt wurden, spieen Blut und brachen bewusstlos zusammen.

Die Angriffe wurden den ganzen September hindurch geflogen auf viele von Bolschewiken gehaltenen Dörfer: Chunova, Vikhtova, Pocha, Chorga, Tavoigor und Zapolki. Aber die Waffe erwies sich als weniger effektiv als Churchill erhofft hatte, teilweise wegen des feuchten Herbstwetters.

Ende September wurden die Angriffe eingestellt und dann völlig gestoppt. Zwei Wochen später wurden die restlichen Raketen in das Weiße Meer gekippt. Dort liegen sie auf dem Meeresboden bis zum heutigen Tag in 70 Meter Tiefe.

Linkverweise:

Hier noch die Quelle  zum Artikel des Gasverkaufs an Syrien: ‘Still no evidence that the Syrian Government used Sarin‘ (Immer noch keine Beweise, dass die syrische Regierung Sarin benutzte) durch die Engländer.

Menschenrauch – Wie der zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete – ”Menschenrauch” hat schon bei seinem Erscheinen in den USA auch in der deutschen Presse für heftige Kontroversen gesorgt. War der Zweite Weltkrieg der ‘gerechte Krieg’ gegen Hitler? Waren Churchill und Roosevelt die Lichtgestalten, welche die abendländische Zivilisation retteten? hier weiter

Die Anti-Hitler-Koalition des zweiten Weltkrieges – Stalin/Roosevelt/Churchill und ihre Ziele. – “Wer die Vergangenheit nicht kennt, versteht nicht die Gegenwart und begreift auch nicht, was in der Zukunft geschehen könnte.” (Zitat von Kommentator Friedland, bei dem sich Maria Lourdes- für den folgenden Artikel bedankt!) Roosevelt und Stalin, zwei Seiten einer Medaille – hier weiter

Historiker Ralph Epperson: “Weder die Französische Revolution, der Erste und Zweite Weltkrieg noch der Kalte Krieg und der Untergang des Sowjetimperiums waren Unfälle der Geschichte. Es war alles genau so geplant! Geheime Mächte im Hintergrund lenken die Geschicke der Menschheit. Die großen Ereignisse der Geschichte folgen seit über 300 Jahren einem geheimen Plan – einem Master-Plan zur Erringung der Weltherrschaft.” (Quelle: Die unsichtbare Hand von Ralph Epperson)

“Seit 5.45. Uhr wird jetzt zurückgeschossen” – In seinem Artikel, “Seit 5.45. Uhr wird jetzt zurückgeschossen” untersucht unser Kommentator “Kurzer” die Zeitgeschichtsschreibung über Hitler-Deutschland, die Hochfinanz, die Psychologie der Massen und andere Hinterlassenschaften. Er stößt dabei auf Lügen, Fälschungen und Irrtümer von namhaften deutschen und ausländischen Hitlerbiografen, Chronisten und Historikern. Zahlreiche Beispiele dokumentieren, wie nachweisbare historische Fakten verändert und in ein vorgegebenes Raster eingepasst wurden. Legenden, Mutmaßungen und Behauptungen, in denen historische Ereignisse teilweise sinnverkehrt verzerrt wurden, werden aufgeführt und den tatsächlichen historischen Sachverhalten gegenüber gestellt. Die Aufdeckung der angepassten Fakten ist ebenso verblüffend, wie der sich daraus ergebene Erkenntnisgewinn. Wird man künftig in der Geschichtsschreibung Korrekturen anbringen müssen? hier weiter

Notnahrungsmittel – Vollmilchpulver gehört zur Grundausstattung der Krisenvorsorge. Es wird hergestellt, indem der Milch das gesamte freie Wasser entzogen wird. Der Vorteil des Milchpulvers ist die gute Lagermöglichkeit über längere Zeiträume. Somit ist es zur Anlage von Notreserven bestens geeignet.

Quelle :http://lupocattivoblog.com/2013/09/05/wie-ein-besessener-winston-churchills-schockierende-anwendung-chemischer-waffen/

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